Und noch einer

Fraport-Aufsichtsratsmandat für Feldmann

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Die schwarz-grüne Koalition im Römer muss einen Vertreter der Stadt für den Aufsichtsrat der Fraport vorschlagen. Ohne Vorbedingungen will sie Oberbürgermeister Peter Feldmann ein Mandat anbieten.

mim /

In der bislang noch umstrittenen Frage, ob Feldmann (SPD) ein Aufsichtsratsmandat in der Fraport AG übernehmen soll, hat sich die Koalition im Römer nun geeinigt. Am Dienstagabend erklärten Kämmerer Uwe Becker (CDU) und Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) nach der Koalitionsrunde, man wolle Feldmann die Möglichkeit geben, Mitglied im Aufsichtsrat der Fraport zu werden. Damit dies zeitnah geschehen könne, werde gegebenenfalls die ehemalige Bürgermeisterin Jutta Ebeling (Grüne) ihr Mandat niederlegen, sollte Feldmann das Angebot annehmen.
Dies könnte dazu führen, dass Feldmann und seine Vorgängerin Petra Roth (CDU) eine Zeit lang gemeinsam im Kontrollgremium der Fraport säßen. Denkbar wäre jedoch, dass auch Petra Roth ihr Mandat, welches sie noch bis Mai 2013 innehat, frühzeitig abgibt. Als Nachfolger für diesen Posten ist derzeit Kämmerer Uwe Becker im Gespräch.

Der Aufsichtsrat der Fraport AG besteht aus 20 Mitgliedern. Da die Stadt mit einem Anteil von 20,1Prozent nur Minderheitsgesellschafterin der Fraport ist, stehen ihr lediglich zwei Aufsichtsratsmandate zu. Anders als bei hundertprozentig städtischen Gesellschaften ist der Oberbürgermeister nicht automatisch Mitglied des Aufsichtsrates.
Während des Wahlkampfes hatte Feldmann verlauten lassen, ein Aufsichtsratsmandat anzustreben, um auf diesem Wege für eine Ausweitung des Nachtflugverbotes und die Einhaltung einer Lärmobergrenze von maximal 55 Dezibel am Tag einzutreten. Als Mitglied des Aufsichtsrats wäre er allerdings dem Wohle des Unternehmens verpflichtet.


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