Bei der Oberbürgermeisterwahl 2007 war die Wahlbeteiligung auf ein Rekordtief gesunken. Fünf Jahre später ist sie wieder leicht gestiegen. Ein Grund zur Freude ist die Wahlbeteiligung von 37,5 Prozent aber nicht.
red /
Schon die Beteiligung bei der Briefwahl ließ es vermuten: die Wahlbeteiligung bei der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl ist leicht gestiegen, von desaströsen 33,7 Prozent im Jahr 2007 auf nun 37,5 Prozent. Man kann das darauf zurückführen, dass vor fünf Jahren alle Petra Roth als gesetzt sahen. Sogar der grüne Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit bekannte damals im Journal Frankfurt freimütig, lieber brunchen als wählen zu wollen. Diesmal aber gab es mit Rosemarie Heilig nicht nur eine grüne Kandidatin, auch die liberale und viele Wählerschichten vereinnahmende Petra Roth stand nicht mehr zur Wahl. Stattdessen versuchten ihr Wunschkandidat Boris Rhein (CDU) und Peter Feldmann (SPD) einen Lagerwahlkampf aufzumachen. Das Engagement der Flughafenausbaugegner im Süden der Stadt ließ zugleich eine höhere Polarisierung erwarten. Dementsprechend gilt: die Wahlbeteiligung ist zwar höher, aber mit 37,5 Prozent weit davon entfernt hoch zu sein.