Die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin (CDU) fährt im März nach Bayern, um den Wahlkampf von Manuela Rottmann zu unterstützen. Die Grünen-Politikerin und frühere Frankfurter Stadträtin tritt dort im CSU-Kernland an.
nil /
Die Veranstaltung Roth und Rottmann kommt vielleicht nicht ganz so überraschend. Am 11. März treten beide Politikerinnen zum Talk im Bayerischen Hof in Bad Kissingen an – am nächsten Morgen dann im Kleinen Kursaal in Bad Königshofen.
Petra Roth gilt neben Udo Corts als maßgebliche Förderin jener schwarz-grünen Koalition, die im Jahr 2011 geschlossen wurde. Neben Frau Roth war Manuela Rottmann Dezernentin, erst für Umwelt und Gesundheit, später auch für Personal und Organisation. Auf eine zweite Amtszeit verzichtete sie, arbeitete stattdessen als Juristin. Die Politik aber ließ sie nicht los – was in beide Richtungen zu verstehen ist. Zuletzt wurde sie als Kandidatin ihrer Partei für das Oberbürgermeisterinnen-Amt gehandelt – bis sie sich jedoch dazu entschloss in ihrer fränkischen Heimat für den Bundestag zu kandidieren – genauer: im Wahlkreis "Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld". Dort tritt sie gegen die CSU-Größe Dorothee Bär an.
Petra Roth habe nicht gezögert, ihr im Wahlkampf zu helfen, erzählt Manuela Rottmann. Wie das Treffen zustande kam? "Ich habe sie einfach gefragt." Dass die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin mit ihrem Auftritt, das Ergebnis drehen kann, darf jedoch als ebenso unwahrscheinlich angesehen werden, wie die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im Jahr 2015. Die Grünen liegen dort stets weit unter zehn Prozent – die CSU weit über 50. Seit 1949 hält sie den Wahlkreis. Manuela Rottmann hat aber über die grüne Landesliste gute Chancen, dennoch in den Bundestag zu kommen. Dort steht sie auf Listenplatz 7.