Zum Fluglärm hat heutzutage jeder eine Meinung und jeder möchte dieselbe auch kundtun. So auch die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (CDU), die Rosemarie Heilig (Grüne) „üble Gaunerei“ vorwirft.
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Sie erinnere sich noch gut daran, wie Joschka Fischer (Grüne) und Gerhard Schröder (SPD) am 30. August 2000 ein deutsches Flughafenkonzept vorlegten, sagt Frau Steinbach. In selbigem sei festgehalten, dass am Frankfurter Flughafen für den Zeitraum 2000 bis 2015 „Kapazitäten für 120 Flugbewegungen pro Stunde“ bereitgestellt werden müssten. Die Bundestagsabgeordnete wertet dies als Forderung, nach einer Verdopplung der Flugbewegungen.
Die Oberbürgermeisterkandidatin der Grünen, Rosemarie Heilig, versuche, diesen Beschluss zu vertuschen. Steinbach spricht von der "Flughafen-Lüge". Unter Berücksichtigung des Konzepts sei es „schon sehr dreist“ heute der CDU vorzuwerfen, „wirtschaftliches Interesse rücksichtslos über die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen“ zu stellen, so Steinbach. Ebenso dreist findet sie, dass die Grünen „Parolen in die Welt setzt“, wonach die Partei für eine Renaturierung der Landebahn stünde. „Ich halte das für eine üble Gaunerei auf dem Rücken der Bürger“, empört sich die CDU-Frau.
Dass Worte und Taten wohl zusammenpassen, sehe man hingegen an der „Ernsthaftigkeit der Bemühungen unserer Landesregierung“. Mit dem beschlossenen Maßnahmen-Paket werde sowohl die Wettbewerbsfähigkeit des Airports sichergestellt, als auch der Bürger entlastet.