Ehemalige Leiterin des Weltkulturen Museums

Clémentine Deliss will gegen ihre fristlose Kündigung vorgehen

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Die am 22. Mai fristlos gekündigte Leiterin des Weltkulturen Museums will gegen die Stadt Frankfurt juristisch vorgehen. Das und noch mehr gab sie, ziemlich gut gelaunt, auf einem Fest des Verlags weissbooks bekannt.

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Das Atelierfrankfurt ist ein verwinkelter Bau. Um zu den Verlagsräumen von weissbooks zu kommen muss man erst den Aufzug finden, dann im fünften Stock raus, einige Gänge entlang, dann eine Treppe hoch, wieder ein paar Gänge entlang und schließlich hört man die Musik, eine Band spielt, die junge Autorin Lena Elfrath hatte performt, Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) eine kurze Rede gehalten, dann musste er weg ins Stadtparlament. Schade, eigentlich - denn so verpasste er Clémentine Deliss. Die Dame war bis 22. Mai Leiterin des Weltkulturenmuseums. Ihr wurde vom Magistrat der Stadt Frankfurt fristlos gekündigt. Der Vertrag von Frau Deliss hatte 2010 begonnen, war auf ursprünglich fünf Jahre angelegt, mit einer Option auf weitere drei Jahre, die Anfang 2013 in Kraft trat. Bis 2018 wäre sie also eigentlich noch dabei gewesen. "Aus prozesstaktischen Gründen kann ich Ihnen leider nichts dazu sagen", sprach sie. Das Gerücht, sie hätte die Stadt verlassen: "Sie sehen ja, ich bin hier und bin guter Dinge." Die ganzen Vermutungen, warum sie in Ungnade gefallen war: "Das ist alles Quatsch. Ich werde juristisch gegen die Entscheidung vorgehen – so kann man mit einer städtischen Mitarbeiterin nicht umgehen." Dann plaudert sie mit allerlei Menschen (zum Beispiel Galeristin Bärbel Grässlin, Foto r.), tanzt und ja: Man hat tatsächlich den Eindruck, dass der angekündigte Arbeitsgerichtsprozess spannend werden könnte.


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