Eine Erstausstattung für Schulkinder ist teuer, und manche Eltern können sich einen Qualitäts-Schulranzen mit allem drum und dran einfach nicht leisten. Die Aktion „Mein erster Schulranzen“ der Arbeiterwohlfahrt hilft.
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Der erste Schultag ist für jedes Kind ein ganz besonderes Ereignis, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Schön, wenn ein Kind diesen bedeutungsvollen Tag auch mit dem dazu nötigen Equipment begehen kann, also mit einem rückenfreundlichen Schulranzen, einem Mäppchen und Turnbeutel sowie der von der Schule vorgesehenen Ausstattung an Heften, Stiften und Co. Doch nicht für alle Kinder ist so eine Erstausstattung selbstverständlich, denn ein hochwertiger Ranzen ist teuer und manche Eltern können das Geld dafür nicht aufbringen. Seit sechs Jahren unterstützt die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt Kinder aus einkommensschwachen Familien mit einer Erstausstattung für den Schulbeginn, bestehend aus einem Markenranzen mit passendem Mäppchen und Turnbeutel sowie Brotdose und Trinkflasche. „Dieses Projekt hat mittlerweile Leuchtturmcharakter und wird bundesweit nachgeahmt“, so Schirmherrin und Stadträtin Dr. Daniela Birkenfeld.
Auch in diesem Jahr ist es der AWO gelungen, sich selbst zu übertreffen: Über 1100 Ranzen, also 220 mehr als im Vorjahr, kann sie an Frankfurter Erstklässler verschenken. Das bedeutet, mehr als ein Fünftel aller Schulanfänger in Frankfurt bekommt einen kostenlosen AWO-Ranzen. In seiner Rede dankte der Geschäftsführer der AWO Frankfurt, Jürgen Richter, den zahlreichen Spendern und Helfern. Übers Jahr hinweg haben die Ortsgemeinschaften der AWO bei Basaren und Feiern immer wieder Geld für die Aktion gesammelt, hinzu kamen großzügige Spenden von Stiftungen und Unternehmen. Dank der Unterstützung von Leder-Stoll konnten außerdem mit dem Ranzenhersteller Sonderkonditionen ausgehandelt werden.
Bei der symbolischen Übergabe der Ranzen am Montag an Kinder der AWO-Kita Europagarten gab es dann leuchtende Augen bei den Schulanfängern, als sie die farbenfrohen Geschenke in Empfang nehmen durften. Sie sind allerdings die einzigen, die ihre Ranzen direkt von der AWO bekommen: „Wir geben die Ranzen für gewöhnlich immer den Eltern, damit die sie ihren Kindern selbst überreichen können“, sagt Sylvia Lohr von der AWO-Ortsgemeinschaft Dornbusch-Eschersheim. Die Familien, die einen Ranzen bekommen, werden von den Kitas ausgewählt, denn die Erzieher kennen die familiäre Situation am besten und können einschätzen, ob Hilfe nötig ist und der Ranzen auch tatsächlich beim Kind ankommen wird.
Übrigens: Bis zum Schulanfang sind es noch einige Wochen und viele Kinder haben noch immer keinen Schulranzen. Wer spenden möchte, kann sich unter www.awo-frankfurt.com informieren.