Mach dir einen Laser-Tag

LaserTag in Frankfurt: Zum Abschuss freigegeben

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Im Gallusviertel hat eine LaserTag-Arena aufgemacht - ein neuer Trend, denn die Nachfrage nach Terminen ist schon jetzt hoch. Unsere Reporterin hat sich in die Arena begeben.

Annika Schlendermann /

Um mich herum erstreckt sich eine Welt aus Neon-Farben und Dunkelheit. Nach kurzer Orientierungsphase sprinte ich los. Zielen, ducken, ausweichen. Das Gesicht glüht, das Herz klopft und meine Nebenniere schießt immer wieder Adrenalin in mein Blut. Zehn Minuten LaserTag und die Aufregung nimmt kein Ende: „Your are hit… You are dead“ tönt es aus meinem Anzug. Mist, schon wieder! Ich renne zur Basisstation und lade Munition und Leben auf. Nach weiteren zehn Minuten gibt es ein akustisches Signal, das allen Mitspielern das Ende der 20 Minuten Spielzeit bedeutet.

Lachend und verschwitzt verlassen wir die Arena und schauen uns im Forum die Spielbilanz an. Das rote Team hat knapp gewonnen. Ich klatsche mich mit meinen Team-Kollegen ab. Die Stimmung ist gelöst.
Wir entscheiden uns für die einfachste Spielvariante, das Team-Spiel. Um den Spielspaß für regelmäßige Besucher aufrecht zu erhalten, werden unterschiedliche Spielaufteilungen angeboten. Interessant scheint das Highländer-Spiel, bei dem es sich um eine Einzelspieler-Variante handelt. Jeder Spieler verteidigt sein eigenes Leben und kann es auch nicht wieder aufladen. Hat man alle Leben verloren scheidet man aus. Attraktiv und mit halbwegs gleich starken Teams zu spielen, ist auch noch das Tug-O-War-Spiel. Das rote und das Grüne Team hat dabei die gleiche Anzahl von Spielern und kann durch treffen eines gegnerischen Spielers ein Team-Mitglied hinzugewinnen.

Hat man sich einmal in die dunkle Arena gewagt, möchte man, sofern Zeit und Kondition es zulassen, immer wieder spielen. Zu Beginn bekommen alle Spieler eine Einweisung für die Ausrüstung: Die Weste, die durch ein rotes oder grünes Lichtsignal markiert, welchem Team man zugehörig ist, besitzt an Brust, Rücken und Schultern Infrarot-empfindliche Sensoren. Geschossen wird mit dem „Phaser“, einer einfach zu bedienenden Infrarot-Signal sendenden Waffe, die zählt, wie viel Munition schon verbraucht wurde und wie oft man selbst bereits getroffen ist. Der Phaser ist durch ein Kabel mit der Weste verbunden. Sichtbar gemacht werden die eigentlich unsichtbaren Infrarot-Signale des Phasers durch einen ungefährlichen Laserstrahl, der sich für das genaue Zielen bei Anfängern als sehr hilfreich erweist.

Seit August 2011 gewähren die beiden Partner Linus Willers und Srdjan Djogovic Interessierten Eintritt in die Arena. Ursprünglich geplant war das Ganze nur als Spaß unter Freunden, doch durch Facebook und einen großen E-Mail-Verteiler sprach sie die Idee rasch herum und schnell wurde eine echte Geschäftsidee daraus. Eine solche Arena ist so bisher einzigartig in Deutschland. Sowohl in den Niederlanden und Großbritannien, als auch in Frankreich und den USA erfreut sich das Spiel bereits großer Beliebtheit und Möglichkeiten zu spielen sind keine Seltenheit mehr. Hierzulande ist man schon gut bedient, wenn man eine Paintball-Anlage in der Nähe hat. Die Vorteile von LaserTag gegenüber Paintball sind jedoch ungleich größer: Riesige Blutergüsse an unangenehmen Körperstellen oder völlig farbverschmierte Haare gibt es hier nicht.

Das Spiel lockt immer mehr Besucher an, an den Wochenenden ist die Halle vier Wochen im Voraus ausgebucht. Unter der Woche muss mindestens zwei Wochen vorher reserviert werden. „Wir sind auch immer wieder beeindruckt, dass die Frauenquote in dem Spiel bei ungefähr 30 Prozent liegt“, sagt Willers. In der Arena hätten sogar schon einige Junggesellinnenabschiede stattgefunden. Und als netter Nebeneffekt ersetzen 20 Minuten ungefähr zwei Stunden Workout im Fitness-Studio.

>> LaserTag
Ffm, Schmidtstraße 12, Öffnungszeiten (nach Voranmeldung): Mo–Do, So 10–22 Uhr, Fr–Sa 10–24 Uhr, 7 Euro pro Person und Spiel, keine Kartenzahlung, ab 12 Jahren.

Eine Version dieses Artikels ist am 28. Februar 2012 im Journal Frankfurt erschienen.


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