Während ein bedauernswertes, kleingeistiges Grüppchen einen Aufmarsch im Juli plant, gab sich Frankfurt heute von seiner besten Seite: nämlich multikulti. Bei so viel Farbenreichtum zeigte selbst der Wettergott Einsicht. Schiffte es noch um 12 Uhr zum Auftakt der "Parade der Kulturen", so kam beim Umzug, an dem 100 Vereine aller Nationen teilnahmen, dann doch noch die Sonne zum Vorschein.
Zu den bunten Wagen gehörte auch das rollende Piratenschiff. Darauf zu sehen nicht etwa Captain Sparrow, sondern mehr Captain Michael Paris, der die Kinder Popcorn werfen ließ. Dazu gab es Teilnehmer, die weniger auf die Optik und mehr auf die Message setzten: Und bei manchen Gruppen konnte man so gar nicht sagen, welche Kultur sie denn repräsentierten. Irgendwie musste ich bei diesem Anblick an den Film "Mars Attacks" denken... Generell aber überzeugten farbenprächtige Gewänder, diverse Musikrhythmen und eine gute Stimmung, auch wenn die Straßen nicht so sehr mit Publikum gesäumt waren. Exotische Tänze und Klänge, und eine Menge Mühe, die sich die Beteiligten immer machen. Mir kommen da jedes Jahr wieder kleine Tränen der Rührung in die Augen. Und das hier dürfte wohl der kleinste und auch jüngste Teilnehmer der Parade der Kulturen gewesen sein. Mal schauen, ob das Mädel auch im nächsten Jahr wieder dabei ist... Ich schaue mir das Spektakel jedenfalls gerne wieder an.