Mit einer Platzausnutzung von 99,44 Prozent im Monat Januar 2012 feiert die Oper Frankfurt einen Rekord. Intendant Bernd Loebe ist zuversichtlich, dass es bei solch guten Zahlen bleibt.
red /
Zwar standen innerhalb des genannten Zeitraumes mit Verdis Otello, Strauss' Die Fledermaus und Puccinis Tosca Werke des Kernrepertoires auf dem Spielplan, doch werden diese in neuen und durchaus kontrovers beurteilten Inszenierungen gezeigt. Das Ergebnis bezieht aber auch die begeistert aufgenommene Produktion Jan Bosses von Cavallis La Calisto mit ein, eines weitgehend unbekannten Werkes des Barock im Bockenheimer Depot. Zudem war der Liederabend von Andreas Scholl am 24. Januar ausverkauft - ein Genre, das in Frankfurt angeblich wenig Publikum locke.
Seit September 2011, dem Beginn der laufenden Spielzeit, ist damit ein konstant ansteigender Publikumszuspruch an der Oper Frankfurt zu verzeichnen. Lag seinerzeit die monatliche Auslastung bei 72,92%, stieg sie über Oktober (88,71%), November (92,60%) und Dezember (94,68) nun im Januar auf das genannte Rekordergebnis.
Intendant Bernd Loebe hierzu: "Meine Mitarbeiter und ich werten diese Zahlen als Anerkennung unserer künstlerischen Arbeit. Mittlerweile nimmt das Publikum die konstante Qualität unserer Aufführungen bewusst wahr und scheut auch nicht die Auseinandersetzung mit ungewohnten Sichtweisen auf die Werke. Wir alle haben Grund zur Hoffnung, dass die Auslastung so zufriedenstellend bleibt, steht doch bereits die nächste Wiederaufnahme - Christof Loys stark akklamierte Inszenierung von Richard Strauss' Arabella mit Starsopranistin Emily Magee in der Titelpartie und Ensemblemitglied Christiane Karg als Zdenka - ab 4. Februar 2012 wieder auf dem Spielplan. Auch die Nachfrage nach unserer Götterdämmerung sowie den beiden Ring-Zyklen im Sommer wird das ihre dazu beitragen."