Am Sonntag, 10.02., 20 Uhr kommt Ausnahmemusiker Steve Earle, gerbe als Revoluzzer und Hoffnungsträger aposthrophiert, in die Centralstation in Darmstadt.
Seit zwei Jahrzehnten zählt Steve Earle zu den eindringlichsten Figuren in der kulturellen Landschaft der USA. Er ist Autor des Fiction-Bestsellers 'Doghouse Roses' und bekannt als Sprecher der linken Bewegungen. Die meisten jedoch kennen Steve Earle als nachdenklichen, aber auch lebenslustigen Country-Rocker, der gezeigt hat, dass Country-Musik auch progressiv sein kann. 'Steve Earle ist ein Ausnahmemusiker, ein Revoluzzer, ein Hoffnungsträger', sagt Michael Moore, der, wenn er ein Rockstar sein könnte, ganz klar Steve Earle wäre!
Durch seinen umtriebigen Lebensstil, sein vehementes politisches und soziales Engagement und sein intensives künstlerisches Schaffen lässt Steve Earle sich nicht so leicht in die üblichen Kategorien einordnen. Kaum einer der aktuellen US-Songwriter bezieht so konkret politische Stellung wie der Songwriter, Gitarrist und Sänger. Dem ehemaligen Auftrags-Songschreiber gelang mit seinem vierten Album 'Copperhead Road' im Jahre 1988 der Durchbruch als Musiker.
Nach erfolgreich überstandenem Drogen- und Alkoholentzug wurde er immer politischer in seinen Aussagen. Auf seinem 2004 erschienenen Album 'The Revolution starts.....now' kritisierte Earle unmissverständlich die von der Bush-Regierung geführten Kriege im Irak und in Afghanistan - und erhielt den Grammy für das 'best contemporary folk album'. Mit 'Washington Square Serenade', seinem jüngsten Werk, beschreibt er seine Erfahrungen als Neu-New Yorker, eine Stadt, in die er wegen seiner siebten Ehefrau, der Country-Sängerin und Songwriterin Allison Moorer, Schwester von US-Country-Superstar Shelby Lynne, gezogen ist. dk