Ein vermutlich unter Drogeneinfluss stehender 23-Jähriger attackierte seine 81-jährige Großmutter mit Schlägen und einem Küchenmesser. Der Mann sitzt in der Haftzelle, die Seniorin musste im Krankenhaus behandelt werden.
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Es war ein denkwürdiger und unschöner Besuch, den ein junger Mann am Dienstagnachmittag gegen 14.45 Uhr seiner Großmutter in der Ringelstraße abstattete. Der 23-Jährige hämmerte an die Tür der Oma und begehrte Einlass. Irgendwann wurde der Mann von der Seniorin erhört und hereingelassen. Doch drinnen schlug der Enkel auf die 81-Jährige ein, bedrohte sie und nutzte zur Attacke auch ein Küchenmesser. Der alten Frau gelang es, sich in die Wohnung der Nachbarin zu flüchten. Noch bevor die Polizei eintraf, floh der vermutlich unter Drogeneinfluss stehende Mann.
Die ältere Frau musste wegen ihrer Schnittwunden und Prellungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Gegen 19 Uhr gelang es den Polizisten dann den Enkel in der Otto-Meßmer-Straße festzunehmen. Der 23-Jährige leistete dagegen aber heftigen Widerstand, so dass die Polizeibeamten ihm mehrfach drohten, einen Diensthund einzusetzen. Nicht mal der Hund war vor den massiven Attacken des Mannes sicher. Der 23-Jährige versuchte den Hund zu würgen, zog sich dabei aber selbst leichte Verletzungen zu. Letztlich kamen die Polizisten und der Hund ohne Blessuren davon.
Auch der wohnsitzlose Enkel musste zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus, danach wurde er aber in eine Haftzelle des Polizeipräsidiums gebracht. Am Mittwoch wurde der dem Haftrichter vorgeführt.