Umsatzerwartungen, Umbau und Tendence

Messe Frankfurt zieht positive Bilanz

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Auch im 777. Jahr ihres Bestehens sieht sich die Messe Frankfurt auf der Erfolgsspur und peilt für 2017 einen Umsatz von 650 Millionen Euro an. Zuversicht macht sich auch in Bezug auf die Tendence breit, die am Samstag startet.

Nicole Brevoord /

Die Messe Frankfurt blickt nicht nur auf eine erfolgreiche 777 Jahre währende Geschichte in der Stadt zurück, sie kann sich auch über ein erfolgreiches abgeschlossenes Geschäftsjahr freuen.

Gute Bilanzen
2016 konnte das weltweit agierende Unternehmen einen Umsatz von rund 647 Millionen Euro verbuchen. Wolfgang Marzin, der Vorsitzende der Geschäftsführung, berichtet von 417 gelaufenen Veranstaltungen weltweit und rund 4,2 Millionen Besuchern, die man im vergangenen Jahr begrüßen durfte. Und weil man offenbar – trotz oder gerade wegen all der Krisen – einen guten Lauf hat, wird für dieses Jahr erwartet, dass man den Umsatz noch steigern kann und die 650-Millionen-Euro-Marke überschreitet. Das erste Halbjahr 2017 sei eines der dynamischten bisher, sagt Geschäftsführer Detlef Braun. Die Heimtextil, eine von insgesamt 53 Textil-Veranstaltungen im internationalen Portfolio der Messe, ist in Frankfurt erneut gewachsen. Die Messe reagiere auf Strukturveränderungen bei Industrie und Handel und so habe man auch bei der Musikmesse inhaltliche Veränderungen vorgenommen.

Gute Tendence(n)
Nach gut fünfzehn Jahren mit zahlreichen Modifikationen blicken die Messe-Geschäftsführer auch erwartungsfroh auf die am Samstag beginnende Konsumgüter-Herbstmesse Tendence. „Wir kämpfen ums sie nachhaltig, denn sie ist eines unserer Urgesteine“, sagt Detlef Braun über die Tendence, die nun mit einem vorgezogenen Termin attraktiver sein soll und vom „Look and Feel“ neu aufgestellt wurde. „Mit dem neuen Termin ist die Tendence in der Pole Position, daher begrüßen wir bei den Ausstellern auch viele Wiederkommer.“ Neu bei der Tendence sind die Themen „Outdoor“ und „Seasonal Decoration“. „Wir verzeichnen einen Zuwachs der ausstellenden Unternehmen von rund 20 Prozent auf 1125 Aussteller sowie 92.000 Bruttoquadratmeter, das ist ein Plus von rund 12 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung“, sagt Braun. „Das sind gute erste Anzeichen für einen Richtungswechsel.“

Messe Frankfurt International
Gut fallen die Bilanzen der Messe auch im Hinblick auf das internationale Geschäft aus. Seit bereits 30 Jahren ist die Messe auch außerhalb Frankfurts aktiv, inzwischen in 176 Ländern. Mittlerweile macht das Auslandgeschäft 38 Prozent des Umsatzes der Unternehmensgruppe aus, im Jahr 2016 waren das konkret rund 248 Millionen Euro. Ein gut laufendes Geschäft seien in Frankfurt auch Kongresse und Gastmessen. Durchschnittlich zähle man 270 Gastveranstaltungen im Jahr, sagt Geschäftsführer Uwe Behm.

Es wird gebaut
Die Messe Frankfurt investiert kontinuierlich, vor allem auch in den Standort Frankfurt, dem Kerngeschäft. Derzeit sei die Hälfte der Bauzeit der neuen Halle 12 geschafft, im August wird der Rohbau fertig. „Zur Automechanica 2018 soll die Halle fertig sein“, stellt Behm in Aussicht. Seit den 90er Jahren habe die Messe 1 Milliarde Euro in das Gelände investiert, ohne einen öffentlichen Cent. Die Halle 6 soll 2018/2019 stillgelegt und kernsaniert werden, um ab 2019 für die Zukunft gerüstet zu sein. 2019, nach der Buchmesse, soll dann die Halle 5, die bereits 60 Jahre alt ist, abgerissen und neugebaut werden. Die neue Halle 5 soll dann bis 2022 fertig sein.


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