Nach fast vier Jahrzehnten ist die Maul- und Klauenseuche (MKS) zurück in Deutschland. Ein Ausbruch in Brandenburg alarmiert Behörden und Zoos – auch in Hessen werden Maßnahmen ergriffen.
Till Taubmann /
37 Jahre ist es her, dass die Maul- und Klauenseuche (MKS) zuletzt in Deutschland ausbrach. Seit kurzem ist sie zurück und hat auch im Opel-Zoo unweit von Frankfurt Auswirkungen und erfordert das Mitwirken von allen Besucherinnen und Besuchern des Zoos. Es wird darum gebeten, nur das im Opel-Zoo verkaufte Futter an die Tiere zu verfüttern. Das sei angesichts der möglichen Verbreitung der MKS nötig. Für den Menschen sei die Krankheit zwar ungefährlich, doch das Virus könne über alles, was mit einem infizierten Tier in Kontakt war, weitergetragen werden.
Eine amtliche Anordnung speziell für den Opel-Zoo gibt es derzeit nicht. Dennoch werden die Tiere in diesem Zusammenhang besonders sorgfältig tierärztlich überwacht. Zudem steht der Zoo in ständigem Austausch mit den zuständigen Behörden und hofft, dass keine weiteren Fälle auftreten.
Erster offizieller Fall seit fast vier Jahrzehnten
Hintergrund für die Sicherheitsmaßnahmen ist die Entdeckung der MKS vor wenigen Tagen bei einer Wasserbüffel-Herde in Brandenburg. Drei Tiere verendeten an dem Virus. Die Behörden reagierten umgehend und ergriffen Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehörten auch die Tötung der Herde und die Errichtung von Sperrzonen. In der Region werden nun intensive Beprobungen der Tierbestände durchgeführt.
Das Bundesland Brandenburg grenzt zwar nicht an Hessen, dennoch bereitet man sich auch hier auf mögliche Ausläufer der Krankheit vor. Für viele Zootiere würde die hochansteckende Krankheit eine erhebliche Gefahr darstellen. Wie der Name schon erahnen lässt, befällt die Viruserkrankung vor allem Klauentiere, darunter Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine. Doch auch Zootiere wie Elefanten, Giraffen und andere Huftiere können sich infizieren und lebensbedrohlich erkranken.