Das Großprojekt Multifunktionsarena an der Grenze zwischen Frankfurt und Offenbach nimmt immer mehr Gestalt an. Mitte September soll entschieden werden, welcher der internationalen Investoren den Zuschlag bekommt.
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Schon seit Jahren träumen Frankfurter und Offenbacher von einer neuen Großarena für das Rhein-Main Gebiet. Sportveranstaltungen, etwa Eishockey oder Basketball würden in dieser neuen Halle hauptsächlich stattfinden, da die Fraport Skyliners und die Löwen als Hauptnutzer für die Arena vorgesehen sind, aber auch kulturelle Großveranstaltungen wie Konzerte könnten in der neuen Arena am Verkehrskreuz Kaiserlei stattfinden. Die geplante Multifunktionsarena soll rund 13.000 Zuschauer fassen und insgesamt 130 Millionen Euro kosten.
Mitte September entscheiden die Städte Frankfurt und Offenbach, wie und mit welchem Investor das Bauvorhaben umgesetzt werden soll. Die Bieter um das Projekt sind zum einen die amerikanische Anschutz Entertainment Group (AEG), die zur Anschutz Corporation gehört und einer der größten Baufirmen von Sportarenen weltweit ist. So besitzt und betreibt die AEG unter anderem den Staples Center in Los Angeles, die Mercedes-Benz Arena in Berlin und die O2 Arena in London. Der zweite Bewerber ist die französische Lagardere-Gruppe, die sich ebenfalls im Rahmen von Sportveranstaltungen einen Namen gemacht hat. Die beiden Unternehmen haben ihre Angebote inzwischen überarbeitet, nachdem es zwischenzeitlich einen Streit um die Höhe der Erbpacht für das Grundstück am Kaiserlei gab und ein Bieter neben der Arena das große Areal weiter bebauen wollte. Jetzt muss nur noch eine Entscheidung gefällt werden, anschließend steht ein Architekturwettbewerb an.
Frankfurt und Offenbach stellen ein jeweils 20000 Quadratmeter großes Gelände am Kaiserlei zur Verfügung. 2020 oder 2021 soll voraussichtlich mit dem Bau der Halle begonnen und zwei Jahre später soll die Arena fertiggestellt werden. Neben der Jahrhunderthalle, Festhalle und der Commerzbank-Arena hätte Frankfurt einen weiteren Ort für Großveranstaltungen.
In einer vorherigen Version dieses Textes schrieben, wir die Entscheidung falle Mitte August. Diese Frist wurde nun aber nach hinten verschoben