Nach einem dynamischen ersten Halbjahr blickt die Geschäftsführung der Messe Frankfurt äußerst positiv in die Zukunft und rechnet für dieses Jahr mit eine, Umsatz von 700 Millionen Euro. Profitabel ist vor allem das Auslandsgeschäft.
Nicole Brevoord /
Die Messe Frankfurt verbreitet gerne Erfolgsmeldungen und hat auch für das Jahr 2018 Anlass für optimistische Prognosen. Seit dem Jahr 2010 ist der Konzernumsatz der Messe Frankfurt um rund die Hälfte von 448 Millionen Euro auf 669 Millionen Euro im vergangenen Jahr angestiegen. 2017 verbuchte man einen Jahresüberschuss von rund 41 Millionen Euro, was der zweitbeste Wert in der Unternehmensgeschichte ist. Wolfgang Marzin setzt auf das aus drei Säulen bestehende Portfolio der Messe Frankfurt. Da wäre einerseits das Kerngeschäft, die Messen und Events, aber auch die angebotenen Services (Messebau, Personal, Security, Catering, etc...), die buchbar seien und dann noch die Locations, die man anmieten könne. Die Zeichen stehen auf Wachstum bei der international agierenden Messe Frankfurt: Kürzlich wurde das weltweite Netzwerk um einen neuen Standort in Großbritannien und einen in China erweitert, so dass es nun 30 Tochtergesellschaften gibt.
Im Jahr 2017 hat die Messe Frankfurt weltweit 150 Messen veranstaltet und 250 Gastveranstaltungen gehabt, darunter Konzerte, Sportevents und Tagungen. Es seien mehr als 150 Kongresse auf dem Gelände oder im Kap Europa angehalten worden. Vor allem die Branchen Wirtschaft, Medizin, Finance und IT seien als Kongresskunden von Interesse. Positiv und vor allem dynamisch habe sich das erste Halbjahr 2018 dargestellt, weshalb man Grund zur Annahme habe, dass der Umsatz für dieses Jahr bei rund 700 Millionen Euro liegen wird, so Wolfgang Marzin, der die Bedeutung der Messe Frankfurts für die deutsche Wirtschaft betonte. So stünden hierzulande 33.260 Arbeitsplätze in unmittelbarem Zusammenhang mit der Messe Frankfurt und die Messe generiere jährlich eine Kaufkraft von 3,6 Milliarden Euro.
Die Messe Frankfurt will die Internationalität noch mehr ausbauen und rechnet damit, dass sie den Ausstellerrekord von 95.000 Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 noch einmal wird steigern können.
Investition ins Messegelände
Die Messe Frankfurt investiert weiterhin in das Messegelände am Heimatstandort. Mit der Automechanika im September wird nach zwei Jahren Bauzeit die neue Halle 12 in Betrieb genommen werden. Man hinke dem ursprünglichen Zeitplan leicht hinterher, man sei aber zuversichtlich, zu dem angepeilten Zeitpunkt fertig zu werden, sagte Uwe Behm. „Es ist nicht leicht, in der BRD große Bauprojekte zu realisieren“. Doch mit der neuen Halle 12 ist auf dem Messegelände noch lange nicht Schluss mit den Modernisierungsmaßnahmen. Seit 1998 und noch bis 2023 sei man im Rahmen eines Masterplanes damit beschäftigt, das Messegelände weltweit wettbewerbsfähig zu halten und werde in dem genannten Zeitfenster insgesamt rund 1 Milliarde Euro in die Umgestaltung des Areals investiert haben. Es stehe noch die Modernisierung der Hallen 5 und 6 an. Im Winter 2019 wolle man die Halle 5 abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Fertigstellung soll Anfang 2023 sein. Die Halle 6 soll Ende des Jahres für ein Jahr geschlossen und umgebaut werden, um zur Buchmesse 2019 wieder in Betrieb genommen zu werden. „Danach gönnen wir uns dann eine Investitionspause“, so Behm.