SPD-Fraktionschef Klaus Oesterling habe ihm ja versprochen, ihn die ersten 100 Tage nicht zu kritisieren, erzählt Markus Frank (CDU). Nun sind die 100 Tage um, von der SPD ist nichts zu hören, also spricht der Wirtschaftsdezernent selbst. Klar, dass alles gut ist. Kreativwirtschaft: gestärkt. Firmenbesuche: erledigt. Die Sache mit dem Flutlicht am Bornheimer Hang, das die Autofahrer zu blenden drohte: geklärt. Frank ist nämlich auch für Sport zuständig. "Eine gute Kombination", sagt er. Da habe die Oberbürgermeisterin den richtigen Instinkt bewiesen. Sport verbindet: viele Ehrenamtliche in den Vereinen seien gleichzeitig auch Unternehmer. Und auch für die Lounge der Stadt Frankfurt in der Commerzbank-Arena konnte Frank nun endlich Verwendung finden: zu den Heimspielen von Eintracht Frankfurt lädt er nun Wirtschaftsvertreter dorthin ein.
Gut eine Stunde spricht Frank über seine ersten hundert Tage, am Ende muss er etwas raffen, damit es nicht zu lange dauert. Es ist ja auch nicht nur eine Rückschau. "Den Vorschlag der Oberbürgermeisterin, die Gewerbesteuer nach der nächsten Kommunalwahl anzupassen, trage ich voll mit", sagt Frank. Anpassen heißt in diesem Fall: senken. Dies geschehe aber keineswegs, weil man mit Kommunen wie Bad Vilbel oder Eschborn konkurriere, die Frankfurt Unternehmen wie die Börse oder Radeberger abluchsen konnten: "Wir konkurrieren nicht mit Bad Vilbel oder Eschborn, sondern mit Berlin, London und Paris", sagt Frank. Das sei jetzt aber nicht als Angriff zu verstehen: "Wir sind über jedes Unternehmen froh, dass wir in dieser Region halten können." Wie es weitergeht? Mit Vernetzung. Der Bankenball soll wieder stattfinden (im vergangenen Jahr schämten sich die Bankiers zu sehr). Nächste Woche findet ein Banken-Cup statt. Der Mietvertrag für ein neues Gründerzentrum für die Kreativwirtschaft steht kurz vor der Unterzeichnung. Und zum 1. Januar soll es eine neue Behördennummer geben: 115 – eine Rufnummer für alles. Somit steht fest: Markus Frank wird auch in Zukunft viel zu berichten haben. Jetzt ist die SPD am Zug.