Die CDU sei aus der Hessenwahl eindeutig als stärkste Kraft hervorgegangen, auch wenn sie zweifelsohne schwere Stimmeverluste hinnehmen musste, und habe deshalb auch mit einem Stimmenanteil von 36,8 Prozent den Regierungsauftag, das sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Frankfurter CDU, Uwe Becker. Gleichzeitig kritisierte er die „Selbstverständlichkeit“ mit der die hessische SPD ihren zweiten Platz bei der Landtagswahl „als großen Wahlsieg interpretiert und der CDU damit quasi die Verliererrolle zumisst“. Ebenso wie bei sportlichen Wettkämpfen sei es auch in der Politik so, dass derjenige die Nummer Eins sei, der das bessere Ergebnis vorweisen könne – und das sei am Wahlsonntag die CDU gewesen. Deshalb habe auch Ministerpräsident Roland Koch nicht nur die politische, sondern auch die verfassungsmäßige Legitimation, die Landesregierung zu führen und Gespräche mit den anderen Parteien zu führen. Nach Ansicht Beckers bleibe zu hoffen, das der „klügste Kopf der Christlich Demokratischen Union in unserem Land auch weiterhin als Ministerpräsident die Geschicke Hessens maßgeblich bestimmen wird“. Das sehen in Hessen jedoch viele anders...