Die Stadtpolizei hat eine neue Task-Force Umwelt (TFU) gegründet und will damit auf das akute Müllproblem in der Stadt reagieren. Die Dienstgruppe soll ab sofort täglich im Einsatz sein und vor allem kleinere Müllsünder in den Fokus nehmen.
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Ob Pizzakartons und leere Bierflaschen am Main, Sperrmüllhaufen auf dem Gehweg oder illegale Müllkippen am Stadtrand – Frankfurt hat ein Müllproblem, welches sich durch die Corona-Krise nochmals verstärkt hat. Als Reaktion darauf hat die Stadtpolizei nun die Task-Force Umwelt (TFU) gegründet. Damit wolle man stärker gegen Müllsünder vorgehen, teilte Stadtpolizeileiter Matthias Heinrich mit. Der Fokus soll dabei nicht nur auf großen Müllablagerungen liegen, heißt es seitens des für die Stadtpolizei zuständigen Ordnungsamtes. Man wolle auch konsequenter gegen die kleineren Delikte vorgehen.
Vorfälle, wie unlängst im Gallusviertel, hätten gezeigt, wie hoch der Bedarf an zunehmenden Maßnahmen sei, so das Ordnungsamt. Bei Kontrollen rund um die Idsteiner Straße fanden die Bediensteten der Stadtpolizei laut Ordnungsamt rund „ein halbes Dutzend Sperrmüllablagerungen“, die teilweise „mehrere Kubikmeter groß“ gewesen seien. Darüber hinaus habe man Haufen mit Kleinabfällen etwa alle 100 Meter aufgefunden. Die Erhöhung der Bußgelder vor einigen Wochen sei eine erste Maßnahme gewesen, so Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU), doch mit der Task-Force-Gründung gehe man nun noch einmal einen Schritt weiter. „Als Frankfurter beschämt es mich, zu sehen, wie die schönen Straßen, Wege, Plätze und Grünanlagen in unserer Stadt verschmutzt werden“, so Frank. Mit dem konsequenteren Handeln der Stadtpolizistinnen und -polizisten befinde man sich nun auf einem „sehr erfolgreichen Weg“.
Die neue Einsatzgruppe soll täglich von 7 bis 22 Uhr im Einsatz sein und sich aus Bediensteten der uniformierten und zivilen Dienstgruppen sowie der Dienstgruppe Umwelt- und Naturschutz/Abfallrecht zusammensetzen. Vorgefundene Delikte wolle man nach Hinweisen auf die Verursacher durchsuchen. Zusätzlich sollen wilde Ablagerungen künftig mit signalgrünen Aufklebern markiert werden. Diese sollen den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass der Müll bereits registriert und zur Entsorgung gemeldet wurde. Diese werde dann über die FES abgewickelt