Sperrung aufgehoben

Opernplatz nachts wieder geöffnet

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Ab dem kommenden Wochenende darf der Opernplatz auch nachts wieder betreten werden. Die Stadt Frankfurt hatte aufgrund der Ausschreitungen vor sechs Wochen eine nächtliche Sperrstunde für den Platz eingerichtet.

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Sechs Wochen nach den Ausschreitungen am Opernplatz, bei denen mehrere Einsatzkräfte der Polizei mit Flaschen attackiert wurden, darf der Platz ab dem kommenden Wochenende auch nachts wieder betreten werden. Die entsprechende Verfügung des Ordnungsamtes sei in gemeinsamer Absprache mit der Polizei erfolgt, teilte die Stadt Frankfurt am Donnerstag mit. Nachdem es in der Nacht zum 19. Juli zu heftigen Ausschreitungen gekommen war, bei denen mehrere Beamte verletzt und 39 Menschen festgenommen wurden, hatte die Stadt eine nächtliche Sperrung des Platzes zwischen 1 und 5 Uhr verordnet.

Stadtrat Markus Frank (CDU) teilte mit, die gewünschte Wirkung sei nun eingetreten. „Es gab keinerlei Ausschreitungen mehr und exzessive Partys mit tausenden Besuchern und Unmengen an Müll sind nicht mehr vorgekommen.“ Die Besucherzahl sei von 3500 auf rund 300 pro Abend zurückgegangen, was sich auch an der stark abnehmen Zahl an Verstößen ablesen lassen könne. Die Durchsetzung der Verfügung übernahmen laut Stadt sowohl die Landes- als auch die Stadtpolizei, das THW, das zur Ausleuchtung des Platzes Flutlichtmasten aufgestellt hat sowie die FES, die Sonderleerungen der zusätzlichen Mülltonnen vorgenommen hat.

Seit der Verfügung sei die Lage immer ruhiger geworden, bestätigte auch ein Sprecher des Ordnungsamtes dem JOURNAL FRANKFURT. Nur weil die Verfügung aufgehoben wurde, werde man trotzdem nicht nachlässig sein und weiterhin vor Ort Präsenz zeigen. „Niemand kann die Lage dort voraussagen. Wir werden an den kommenden Wochenenden beobachten, was passiert und dann ziel- und bedarfsgerecht agieren.“ Seitens der Stadtpolizei habe man in den vergangenen Wochen ein deutliches Plus an Mehrarbeit geleistet: So seien von 180 Einsatzkräften fast 1500 Einsatzstunden geleistet, 400 Personen kontrolliert sowie rund 300 Verstöße festgestellt worden.


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