Die neue Altstadt könnte die Schirn-Kunsthalle bedrohen – zumindest wird ein Teilabriss der Kunsthalle öffentlich diskutiert, seit der Architekt und Städteplaner Christoph Mäckler ihn wieder ins Gespräch brachte. In den Anfangstagen der Altstadt-Diskussion wurde der Abriss der Rotunde noch als fixe Idee abgetan, nun soll sich dem Vernehmen nach sogar Oberbürgermeisterin Petra Roth mit dem Vorhaben angefreundet haben. Planungsdezernent Edwin Schwarz jedenfalls ist schon Feuer und Flamme: "Ich brauche die Rotunde nicht", sagte der Christdemokrat der FAZ. Den Direktor der Schirn-Kunsthalle, Max Hollein, ärgert das. In einem Offenen Brief bekennt er: "Befremdlich ist auch ganz allgemein, wie hier in einem Abrissfuror nun alles Mögliche zur Disposition gestellt wird. Nach Technischem Rathaus und Historischem Museum soll nun auch der markanteste und prominenteste Bauteil der Schirn Kunsthalle, die gerade erst ihr 20jähriges Jubiläum gefeiert hat, den Planungen der Altstadtrekonstruktion zum Opfer fallen. Es ist ein Zeichen für einen fragwürdigen Umgang mit einem zeitgenössischen Gebäude, das durchaus seine architektonischen Qualitäten hat und auch für das Stadtbild und eine Architekturepoche prägend ist. (...) Es müssten ein vollkommen neues Foyer, neue Ausstellungsräume, neue Vortragssäle, neue Fassaden etc, geschaffen werden – das alles, um die Schirn Kunsthalle, die seit Jahren bestbesuchte Kultureinrichtung der ganzen Region, in Zukunft hinter einer kleinteiligen Bebauung zu verstecken."