Ab Herbst werden vier Frankfurter Siedlungen in das kommunale Projekt „Frankfurt – Soziale Stadt – neue Nachbarschaften“ aufgenommen. In der Siedlung Am Atzelberg in Seckbach, Rödelheim-West, in der Hermann-Brill-Siedlung in Sindlingen und der Siedlung Taunusblick in Zeilsheim sollen ab Herbst die „Quartiersmanager“ von Caritas, der Arbeiterwohlfahrt und anderen sozialen Einrichtungen für ein harmonisches Zusammenleben der Bürger sorgen, so Sozialdezernent Uwe Becker. Insgesamt 1,7 Millionen Euro will sich die Stadt die Initiative kosten lassen, die am 16.12.1999 ins Leben gerufen wurde. Damals beschloss die Stadtverordnetenversammlung, das kommunale Projekt zu starten - die Ginnheimer Platensiedlung war eines der ersten Viertel, die sich vor sieben Jahren für das Projekt bewarben. In insgesamt vier Quartieren ging das Programm 2002 an den Start – und die guten Erfahrungen mit dem Programm vor allem in der ehemaligen „Housing Area“ an der Platenstraße veranlasste der verantwortliche Stadtrat Uwe Becker, vier weitere Quartiere in das Programm aufzunehmen. In den sogenannten Nachbarschaftsbüros laufen die Fäden zusammen: Sie sind die Anlaufstellen, wenn es Probleme im Kiez gibt oder Bewohner neue Projekte stemmen wollen, die zur Steigerung der Lebensqualität im Quartier beitragen. Sie unterstützen und initiieren zahlreiche Projekte im Viertel, Ideen kommen häufig von den Bewohnern der Viertel selbst. So vermitteln Ehrenamtliche bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, im Sommer gibt es Open-Air-Kino und Feste, Programme wie die Mama-lernt-Deutsch-Kurse helfen bei Integration und Verständigung. Die bereits laufenden Projekte in der Platensiedlung und in Fechenheim sowie ein Seniorenprojekt in der Siedlung Am Bügel werden auf unbestimmte Zeit verlängert – „Frankfurt ist eine soziale Stadt und soll dies bleiben“, so Uwe Becker zu seinen Plänen.