Kennen Sie den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie"? Dort reist ein kleiner Gartenzwerg durch die Weltgeschichte. Der Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour (Die Grünen) hat hingegen immer einen kleinen Bembel mit dabei.
Nicole Brevoord /
„Der Bembel ist doch der ultimative Kulturbotschafter Hessens, er ist identitätsstiftend“, sagt der Grünen-Politiker Omid Nouripour. „Ich reise qua Beruf viel in der Welt herum und ärgere mich, dass ich nicht schon früher auf die Idee mit dem Bembel gekommen bin, dann hätte er auch noch Mali, Indien und Afghanistan bereisen können.“ Alles begann vor einem halben Jahr. Nouripour saß mit Daniela Cappelluti in einem Apfelweinlokal, entwickelte die Idee, einen Bembel unterwegs zu fotografieren und unter dem Hashtag BembelOnTour zu twittern. Den Minibembel kaufte er in der Wallstraße und nahm ihn mit in die USA, nach China, in die Ukraine, nach Berlin und Köln. Jetzt hofft Nouripour auf Nachahmer. „Es muss ja nicht immer ein Bembel im Ausland sein.“ Demnächst will er noch einen BembelOnTour-Account auf Facebook und Instagram füllen. Und wie trinkt eigentlich der aus dem Iran stammende Politiker sein Stöffche, wenn es um einen großen Bembel geht? „Na ganz bestimmt net süßgespritzt!“
>> Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe Nr. 1-2 2017 erschienen. Sie können das JOURNAL FRANKFURT auch abonnieren. Mehr Informationen unter www.journal-frankfurt.de/service_shop_abo/.