Die Deutsche Börse verbleibt mit rund 115 Mitarbeitern am Standort im Frankfurter Stadtteil Hausen. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs, das Oberbürgermeisterin Petra Roth und Wirtschaftsdezernent Boris Rhein heute mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Börse AG, Reto Francioni, und Finanzvorstand Thomas Eichelmann geführt haben. Demnach wird auch der Vorstand neben Eschborn seine Geschäftsräume am bisherigen Sitz des Unternehmens beibehalten. Weiterhin sollen auch wichtige Repräsentationsaufgaben von Frankfurt aus wahrgenommen werden. Allerdings konnte das Angebot Roths, den Standtort an den Börsenplatz oder auf ein Grundstück in unmittelbarer Nähe der Europäischen Zentralbank zu verlagern, den geplanten Umzug des Unternehmens nicht abwenden.
„Für das Profil und die Ausstrahlung des Finanzstandortes Frankfurt ist die heutige Zusage ein positives Signal“, so die Oberbürgermeisterin, „die finanziellen Verluste der Stadt durch die Verlagerung der Gewerbesteuerzahlung nach Eschborn werden allerdings durch den Verbleib der rund 150 Arbeitsplätze nur geringfügig reduziert. Hier ist die künftige Hessische Landesregierung - in welcher Zusammensetzung auch immer - dringend gefordert, als eine ihrer ersten Aufgaben dem Problem der Wettbewerbsverzerrung innerhalb der Region zu begegnen“.
Roth stellte fest, dass eine Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes auf das Niveau von Eschborn nicht möglich sei. Die von der Stadt zu tragenden Kosten der Infrastruktur, die nicht zuletzt der Region zugute kämen, machten dies unmöglich. Der Umzug der Deutschen Börse AG mache erneut die Verzerrung des Wettbewerbs zwischen Frankfurt und seinem Umland deutlich.
Quelle: PIA Stadt Frankfurt; Foto: Börse Frankfurt