Die Goethe-Universität soll eine feste Professur für Holocaust-Forschung bekommen. Das Land hat die Finanzierung zugesagt. Der Lehrstuhl soll 2016 besetzt werden und mit dem Fritz-Bauer-Institut verbunden sein.
Lukas Gedziorowski /
An der Goethe-Universität soll im Jahr 2016 Deutschlands erste Professur für Holocaust-Forschung besetzt werden. Wie das hessische Landesministerium für Wissenschaft und Kunst auf Anfrage bestätigt, hat sich Minister Boris Rhein (CDU) mit Uni-Präsidentin Birgitta Wolff darauf geeinigt, dass das Land den Lehrstuhl finanziell sichern soll. Es ist geplant, die Stelle noch in diesem Jahr als W3-Professur auszuschreiben. Welchen Anteil an der Finanzierung das Land übernehmen soll, ist noch offen.
Der Lehrstuhl soll am Fachbereich Geschichtswissenschaften integriert und zugleich mit der Leitung des Fritz Bauer Instituts verbunden sein, das im IG-Farben-Gebäude der Goethe-Uni angesiedelt ist und Holocaust-Forschung betreibt. Der bisherige Direktor, Raphael Gross, hat den Posten zum 1. April aufgegeben, um an der Universität Leipzig das Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur zu leiten. Gross hatte auch die bisherige Honorarprofessur für Holocaust-Forschung inne.