Nacht für Nacht fährt ein kleiner roter Bus durch Frankfurt und kümmert sich um Menschen, die trotz eisiger Temperaturen ihre vermeintliche Freiheit auf der Straße nicht aufgeben wollen. Die Obdachlosen werden mit heißen Getränken und Decken versorgt. Außerdem bleibt die B-Ebene an der Frankfurter Hauptwache ab sofort nachts für Menschen ohne festen Wohnsitz geöffnet. Daniela Birkenfeld, die Frankfurter Sozialdezernentin gibt an, dass derzeit in Frankfurt 1800 Menschen keinen festen Wohnsitz haben, davon leben 50 bis 60 auf der Straße. Ein Fünftel davon seien Frauen. Die Dunkelziffer der Obdachlosen liegt nach Angaben des Sozialdezernats bei etwa 300 Obdachlosen. Das letzte Mal sei in Frankfurt vor drei Jahren ein Mensch im Winter erfroren. Birkenfeld appeliert an die Frankfurter Bürger Hilfe zu holen, wenn sie sehen, dass ein Wohnsitzloser im Freien übernachtet. Das letzte Mal sei ein Mensch im Winter 2004 in Frankfurt erfroren. Text: JS, Foto: Stadt Frankfurt