Die Bewerbungsfrist für den Nachbarschaftspreis 2009 hat begonnen. Zum zehnten Mal ruft Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld Gruppen und Einzelpersonen, die sich nachbarschaftlich engagieren, zur Teilnahme auf. Außerdem kann jeder der Stabsstelle "Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft" auch Kandidatinnen und Kandidaten sowie Gruppen melden, die durch ihr Engagement auffallen. "Zum Beispiel Nachbarn, die anderen Menschen helfen, den Einkauf in die Wohnung zu tragen, oder bei der Kinderbetreuung unter die Arme greifen", so die Stadträtin.
Ziel des Nachbarschaftspreises ist es, das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu würdigen und andere zu motivieren, selbst aktiv zu werden. "Ein gutes Miteinander in der direkten Nachbarschaft ist ein Grundpfeiler dafür, dass wir uns dort, wo wir wohnen, auch wohlfühlen", sagt Birkenfeld. Die Dezernentin weiß aus Gesprächen: "Für viele ist ihr Handeln so selbstverständlich, dass sie gar nicht auf die Idee kämen, sich zu bewerben." Deshalb setzt die Stadträtin darauf, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf diese engagierten Nachbarn aufmerksam machen.
Ausgezeichnet werden Ideen und Aktionen, die als Ziel eine lebendige Nachbarschaft im Stadtteil haben. Dabei geht es darum, die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Wohngebiet – unabhängig von Alter, Bildung, Herkunft oder Einkommen – zu steigern. Ob Spielplatzpatenschaft, Schulaufgabenhilfe, Einkaufsdienst für ältere und kranke Menschen, Hilfe bei Behördengängen, Aktionen von Hausgemeinschaften, Aufräumaktionen in einer Siedlung, Kulturangebote im Stadtteil, gemeinsame Unternehmungen von Behinderten und Nichtbehinderten – jede Aktivität ist preiswürdig. Insbesondere werden auch Initiativen von Kindern und Jugendlichen sowie Seniorinnen und Senioren berücksichtigt.
Teilnahmeberechtigt sind Personen und Gruppen aus Frankfurt. Der Wettbewerb ist in zwei Kategorien ausgeschrieben. Während sich die Kategorie I an bestehende Gruppen- und Einzelinitiativen wendet, die bereits Ergebnisse und Entwicklungen nachweisen können, richtet sich die Kategorie II an Initiativen, die sich in Planung beziehungsweise im Aufbau befinden. Je Kategorie vergibt die Stadt einen ersten und einen zweiten Preis, die mit jeweils 750 beziehungsweise 500 Euro dotiert sind. Die Sozialdezernentin verleiht die Auszeichnung während einer Feierstunde im Römer, zu der alle Bewerberinnen und Bewerber eingeladen werden.
Vorschläge und Bewerbungen für den Nachbarschaftspreis können bis zum 14. März formlos bei der Stabsstelle "Aktive Nachbarschaft" im Jugend- und Sozialamt, 51.S1, Stichwort: Nachbarschaftspreis, Eschersheimer Landstraße 421-429, 60320 Frankfurt am Main, oder per E-Mail an nachbarschaftspreis@frankfurt-sozialestadt.de eingereicht werden. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.frankfurt-sozialestadt.de oder sind telefonisch erhältlich. Ansprechpartner sind Thomas Schäfer, Telefonnummer 069/212-38884, und Horst Schulmeyer, Telefonnummer 069/212-35331. (pia)