Felix Semmelroth, Frankfurts nicht mehr ganz so neuer Kulturdezernent, feierte gestern seinen 57. Geburtstag. Wobei feiern etwas übertrieben ist, standen doch andere im Mittelpunkt. Um 12 Uhr die Verabschiedung von Frau Magistratsdirektorin Karoline Krämer, ihreszeichen Protokollchefin im Römer und dafür zuständig wie die Oberbürgermeisterin einen Staatsgast begrüßt (unter anderem). Über 200 honorige Leute hatten sich im Limburgsaal eingefunden, Fraport-Chef Bender war da, Semmelroths Vorgänger Hilmar Hoffmann, Botschafter, Frankfurts Lokalpolitiker, Banker - kurzum: alles was Rang und Namen hat und dementsprechend steif verlief die Veranstaltung auch.
Danach ging es für Felix Semmelroth nur kurz ins Büro, der nächste Termin im Institut für Stadtgeschichte, die frischrestaurierten Gemälde Rathgebs wurden im Kreuzgang des Karmeliterklosters eingeweiht. Und am Abend dann die Eröffnung der Foto-Ausstellung "Frankfurt Inside" im Leinwandhaus (siehe dazu auch unseren exlusiven Vorabbericht im aktuellen JOURNAL).
Kurz nachgefragt bei Felix Semmelroth: Feiern Sie denn gar nicht? Antwort: "Doch doch, wenn die Vernissage vorbei ist, treffe ich mich im kleinen Kreis, also mit engen Freunden, noch bei meinem Stammitaliener im Westend. Dann feiern wir noch ein wenig." Und auch am Abend vorher habe er bereits reinfeiern können - bei der Premiere des neuen Tigerpalastprogramms. "Das war ganz wunderbar, allein der Trapezkünstler, wirklich unglaublich."
Früher sei er aber an seinem Geburtstag meist in Urlaub gefahren. Und warum diesmal nicht? Macht der neue Job so viel Spaß? "Spaß würde ich nicht sagen, aber viel Freude", antwortet er zurückhaltend und dann hält er seine Rede auf die beiden Fotografen Ulrich Mattner und Stephan Morgenstern und auf den scheidenenden Fotografie-Forum-Chef Klaus Klemp, der künftig das Museum für angewandte Kunst aufmöbeln soll. Ach, und einen Sekt gab es bei der Ausstellungseröffnung auch noch. Geht doch...