Am 3. April demonstrieren Jugendverbände in Frankfurt für eine bessere Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit. Sie fordern größeren Einsatz von den Stadtverordneten. Diese hatten zuvor mehr Mittel zugesichert.
Lukas Mezler /
Am 3. April gehen Fachkräfte und junge Menschen aus den Kinder- und Jugendhäusern und den Jugendverbänden in Frankfurt auf die Straße. Unter dem Motto „Häuser der Demokratie fördern!“ machen sie auf die prekäre Lage der Kinder- und Jugendarbeit aufmerksam. Ihr Ziel: eine bessere finanzielle Ausstattung dieser wichtigen Einrichtungen, die jungen Menschen demokratische Werte vermitteln und Schutzräume bieten.
Während der Demonstration ziehen die Teilnehmenden zu drei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit: Kuss41, kosi und das Kinderhaus am Maintower. Dort finden verschiedene Aktionen statt. Begleitend dazu erklingen Audioaufnahmen, in denen junge Menschen ihre Wünsche und Anliegen äußern. Die Demonstration endet mit einer Kundgebung auf dem Römerberg um 15.30 Uhr – kurz vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung.
Forderung an Frankfurter Stadtverordnete
Die Demonstrierenden wollen die Stadtverordneten an ihr Versprechen erinnern: Im vergangenen Sommer beschlossen sie eine Mittelerhöhung für den Jugendetat. Nun gehe es darum, diese Finanzierung langfristig zu sichern, damit die Kinder- und Jugendarbeit verlässlich planbar ist.
In Zeiten, in denen demokratische Grundwerte zunehmend unter Druck geraten, seien Orte der Begegnung und politischen Bildung unverzichtbar, schreiben die Veranstalter. Die außerschulische Jugendarbeit helfe jungen Menschen, ihre eigene gesellschaftliche Position zu finden, und biete ihnen Orientierung. Ohne ausreichende Finanzierung drohten diese Räume wegzubrechen.
„Seit Jahren machen wir darauf aufmerksam, dass Jugendeinrichtungen nicht einfach nur Freizeittreffs sind. Sie sind zentrale Orte der Demokratiebildung. Es lohnt sich, in diese Strukturen zu investieren – gesellschaftlich und finanziell“, sagt Julien Chamboncel, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Jugendrings. Alle Interessierten sind laut Jugendring eingeladen, sich anzuschließen und gemeinsam für die Zukunft der jungen Generation einzustehen.
Info „Häuser der Demokratie fördern!“ Donnerstag, 3. April, 15.30 Uhr Kundgebung auf dem Römer
Jahrgang 1997, Studium der Sozial- und Kulturanthropologie an der Goethe-Universität Frankfurt, EHESS in Paris. Seit Oktober 2024 beim JOURNAL FRANKFURT.