CDU-Dezernent bekommt Applaus aus ungewohnter Ecke

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Nils Bremer /

Ein bisschen seltsam muss sich Boris Rhein (CDU) ja gestern im Römer schon gefühlt haben. Da bringt die SPD einen halbseidenen Antrag ein, um noch mal über die Neuordnung im Magistrat zu plappern - und dann schmiert die SPD-Abgeordnete Ursula Busch dem Christdemokraten Honig um den Mund. Um die Ehrenamtlichen habe sich der scheidende Sicherheits- und Ordnungsdezernent so bemüht. Und fleißig und kompetent sei er noch dazu gewesen. Das hatte sich zu Beginn seiner Amtszeit noch ganz anders angehört. Auch der Oppositionelle Rainer Rahn von den Flughafenausbaugegner fand lobende Worte. Das Wirtschaftsdezernat habe die Oberbürgermeisterin nur für Rhein ausgeguckt, damit ihr Glanz nicht zu sehr in dessen Erfolgen verblasse. Den Liberalen Volker Stein zum neuen Ordnungsdezernenten zu machen sei daher "die bessere Wahl". Auf den Antrag der SPD, die Dezernate anders zu verteilen, ließ sich die schwarz-grüne Koalition dann doch nicht ein - es hätte auch nicht viel gebracht: denn die Entscheidung, welcher Dezernent welche Aufgaben erhält obliegt ausschließlich Oberbürgermeisterin Petra Roth. Und die hat ihre Entscheidung schon längst verkündet: Stein wird Ordnungsdezernent, Rhein Wirtschaftsdezernent und das Baudezernat von Franz Zimmermann (FDP) geht ins Planungsdezernat von Edwin Schwarz (CDU). Dieses "Bäumchen wechsel Dich" war freilich nicht mit der CDU-Fraktion abgesprochen - doch der Unmut scheint fürs erste getilgt. Die Roten schafften es jedenfalls nicht, die Schwarzen wackeln zu lassen.

Siehe auch: Dezernatsstreit: Roth besänftigt CDU-Fraktion


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