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Für 256 Millionen Euro
Frankfurt bekommt Multifunktionshalle am Waldstadion
Die Multifunktionshalle wird gebaut, das haben die Stadtverordneten beschlossen. Die Skyliners und die Löwen Frankfurt bekommen damit eine neue Spielstätte. Kritik gibt es unter anderem an der Verkehrsplanung.
Die Multifunktionshalle am Frankfurter Waldstadion kommt. Die Stadtverordneten haben dem Bauvorhaben in ihrer Versammlung am Donnerstag, den 27. Februar, mehrheitlich zugestimmt. Bereits Mitte Januar hatte der Magistrat einen Grundsatzbeschluss verabschiedet. Damit geht eine jahrzehntelange Diskussion zu Ende. Die Skyliners Frankfurt, die mit der Halle ein neues Zuhause bekommen, sprechen von einem „historischen Moment“ für den Basketball in der Stadt.
„Wir sind überglücklich, dass die Stadt Frankfurt nun endlich ihr Versprechen einhält, das sie uns bereits in unserem Gründungsjahr gegeben hat: den Bau einer modernen Spielstätte mit mindestens 10 000 Zuschauerplätzen“, sagt Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke. „Diese Entscheidung kommt keine Sekunde zu früh, sondern auf den allerletzten Drücker. Denn ohne eine neue Arena könnten wir ab 2032 nicht einmal mehr in der easyCredit Basketball Bundesliga antreten; die Teilnahme an der Euroleague ist seit über einem Jahrzehnt nicht mehr möglich.“
Multifunktionshalle am Waldstadion: bis zu 15 2000 Plätze
Neben den Skyliners soll die Multifunktionshalle auch von den Eishockey-Löwen oder für Handballspiele genutzt werden. Außerdem sollen dort Konzerte und Kongresse stattfinden. Je nach Betrieb soll sie Platz für 12 000 bis 13 000 Menschen bei Sportveranstaltungen und bis zu 15 200 Menschen bei Konzerten bieten. Damit wäre die Halle größer als die SAP-Arena in Mannheim, kleiner jedoch als die Kölner Lanxess-Arena.
Nach aktuellen Schätzungen soll der Bau der Multifunktionshalle rund 256 Millionen Euro kosten. Es werde angestrebt, die Investition überwiegend durch Einnahmen aus Verpachtung oder Vermietung zu refinanzieren, heißt es in dem Beschluss. Die Halle entsteht auf dem Parkplatz P9 am Waldstadion.
Löwen Frankfurt träumen von Spielbetrieb im Jahr 2030
In Anbetracht der Situation der Skyliners müsste die Multifunktionshalle bis zum Jahr 2032 gebaut sein. Die Löwen Frankfurt träumen sogar davon, bereits 2030 in der Halle spielen zu können. Hinsichtlich der Bedeutung für die beiden Profivereine sind sich die Politikerinnen und Politiker parteiübergreifend einig, Differenzen gibt es jedoch in Sachen Finanzierung, Verkehr und Umwelt.
Sowohl die CDU als auch die Linke sind vom Verkehrskonzept der Römer-Koalition nicht begeistert, die CDU warnt vor einem „Verkehrschaos“. Darüber hinaus äußerte der Linken-Fraktionsvorsitzende Michael Müller in der Stadtverordnetenversammlung Zweifel an der Sicherheit des Verpachtungsmodells. Linke, Ökolinx und Die Fraktion sehen zudem die Umwelt – insbesondere den Frankfurter Stadtwald – in Gefahr.
Noch bevor der Magistrat den Bau der Multifunktionshalle im Grundsatz beschlossen hat, hatte sich der Frankfurter Kreisverband des Bunds für Umwelt und Naturschutz Hessen e.V. (BUND) dem Vorhaben entgegen gestellt und vor einer Beeinträchtigung des Grundwassers gewarnt. Das Büro des Oberbürgermeisters Mike Josef (SPD) widersprach der Gefahr und verwies auf ein eigens in Auftrag gegebenes Gutachten.
„Wir sind überglücklich, dass die Stadt Frankfurt nun endlich ihr Versprechen einhält, das sie uns bereits in unserem Gründungsjahr gegeben hat: den Bau einer modernen Spielstätte mit mindestens 10 000 Zuschauerplätzen“, sagt Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke. „Diese Entscheidung kommt keine Sekunde zu früh, sondern auf den allerletzten Drücker. Denn ohne eine neue Arena könnten wir ab 2032 nicht einmal mehr in der easyCredit Basketball Bundesliga antreten; die Teilnahme an der Euroleague ist seit über einem Jahrzehnt nicht mehr möglich.“
Neben den Skyliners soll die Multifunktionshalle auch von den Eishockey-Löwen oder für Handballspiele genutzt werden. Außerdem sollen dort Konzerte und Kongresse stattfinden. Je nach Betrieb soll sie Platz für 12 000 bis 13 000 Menschen bei Sportveranstaltungen und bis zu 15 200 Menschen bei Konzerten bieten. Damit wäre die Halle größer als die SAP-Arena in Mannheim, kleiner jedoch als die Kölner Lanxess-Arena.
Nach aktuellen Schätzungen soll der Bau der Multifunktionshalle rund 256 Millionen Euro kosten. Es werde angestrebt, die Investition überwiegend durch Einnahmen aus Verpachtung oder Vermietung zu refinanzieren, heißt es in dem Beschluss. Die Halle entsteht auf dem Parkplatz P9 am Waldstadion.
In Anbetracht der Situation der Skyliners müsste die Multifunktionshalle bis zum Jahr 2032 gebaut sein. Die Löwen Frankfurt träumen sogar davon, bereits 2030 in der Halle spielen zu können. Hinsichtlich der Bedeutung für die beiden Profivereine sind sich die Politikerinnen und Politiker parteiübergreifend einig, Differenzen gibt es jedoch in Sachen Finanzierung, Verkehr und Umwelt.
Sowohl die CDU als auch die Linke sind vom Verkehrskonzept der Römer-Koalition nicht begeistert, die CDU warnt vor einem „Verkehrschaos“. Darüber hinaus äußerte der Linken-Fraktionsvorsitzende Michael Müller in der Stadtverordnetenversammlung Zweifel an der Sicherheit des Verpachtungsmodells. Linke, Ökolinx und Die Fraktion sehen zudem die Umwelt – insbesondere den Frankfurter Stadtwald – in Gefahr.
Noch bevor der Magistrat den Bau der Multifunktionshalle im Grundsatz beschlossen hat, hatte sich der Frankfurter Kreisverband des Bunds für Umwelt und Naturschutz Hessen e.V. (BUND) dem Vorhaben entgegen gestellt und vor einer Beeinträchtigung des Grundwassers gewarnt. Das Büro des Oberbürgermeisters Mike Josef (SPD) widersprach der Gefahr und verwies auf ein eigens in Auftrag gegebenes Gutachten.
28. Februar 2025, 13.00 Uhr
Sina Claßen
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Sina Claßen
Studium der Publizistik und des Öffentlichen Rechts an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Oktober 2023 beim Journal Frankfurt. Mehr von Sina
Claßen >>
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Frankfurt will Fußball-EM der Frauen austragen
Gute Nachrichten für alle Fußballbegeisterten: Die Stadt Frankfurt steht auf der Shortlist für die Frauen-Europameisterschaft 2029. Ob die Mainmetropole tatsächlich Austragungsort wird, gibt die UEFA im Dezember bekannt.
Text: Clara Charlotte Rosenfeld / Foto: Das Waldstadion: Hier könnte die Fußball-EM der Frauen 2029 ausgetragen werden © Adobe Stock/uslatar
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