Unter dem Motto „Wie die Welt in den Club kam“ geht es am Montagabend im Zoom Club um das Konfliktthema „Kulturelle Aneignung“. Gespräche, Performances, eine Diskussionsrunde sowie Live-Musik sollen die Grenzen und Tabus dieses Themas erörtern.
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Am heutigen Montagabend widmet sich der Zoom Club unter dem Motto „Wie die Welt in den Club kam“ der kulturellen Aneignung. Durch Gespräche, Interventionen und Performances versuchen die Veranstalter herauszufinden, wo die Grenzen und Tabus liegen. Im Anschluss soll unter dem Motto „Sound of Diversity“ getanzt werden, die DJs Yahi und Shantel werden für die passende Musik sorgen.
Der Abend wird in zwei Themenblöcke eingeteilt. Im ersten sollen sich Gespräche mit Shantel und Live-Performances abwechseln. Im zweiten Block beginnt die Diskussionsrunde mit Humangeografin Tamara Dida und Publizist Jens Balzer. Letzterer hat vor kurzem sein Werk „Ethik der Approbation“ veröffentlicht. Besucherinnen und Besucher werden dazu eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Moderiert wird die Veranstaltung von Jean Trouillet. Neben den DJ-Sets von Yahi und Shantel, werden Olga Hübner mit Violine und Bratsche sowie Daniela Shemer am Cello, das Event musikalisch begleiten.
Laut Jens Balzer stelle sich bei dem Thema „Kulturelle Aneignung“ die Frage, inwiefern kulturelle Produktion legitim ist, die sich an den Beständen anderer, ihr „fremder“ Traditionen bedient. Während die eine Seite dies als eine Form des Diebstahls an marginalisierten Gruppen verstehe, weise die andere Seite jene Vorwürfe zurück. Dies und weitere Themen werden in der Diskussionsrunde erörtert. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.