Theater unterm Schauspiel

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Nils Bremer /

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Eines muss man sagen: die Station Willy-Brandt-Platz (oder nennen wir sie in alter Nostalgie lieber Theaterplatz) macht von Jahr zu Jahr weniger her. Orange-blauer 60er-Jahre-Charme regierte, die Vitrinen leer bis heruntergekommen. Und nun, seit heute um 14 Uhr ganz offiziell: alles neu, alles schwarz-auf-weiß (der Raum wurde, so beschreibt man es beim Designteam vom Atelier Markgraph "neutralisiert" und damit hell und dann mit dem aktuellen Look-and-Feel des Schauspiel Frankfurt dekoriert). Statt den Vitrinen: großformatige Schauspieler-Porträts, Intendant Oliver Reese spricht von einer fast handstreichartigen Aktion, so schnell seien Planung, Gespräche mit der Verkehrsgesellschaft und die Ausführung über die Bühne gegangen. Stadtrat Uwe Becker lässt es sich nicht nehmen, das Wortspiel vom Kulturbahnhof in den Mund zu nehmen. Dann fährt ein Teil des B-Ebenen-Eröffnungsaufzugs gen Eschersheimer Tor (denn auch die Station wurde teilaufgehübscht), der andere huscht in die Panoramabar des Schauspiels. Und wer noch unten blieb, so wie ich, um einige Fotos zu machen, der wurde geschwind vom Sicherheitsdienst angesprochen. "Warum machen Sie hier Fotos?" "Weil hier gerade eine Pressekonferenz war." "Wo ist Ihre Erlaubnis?" "Welche Erlaubnis?" "Für die Fotos!" "Vor einer Minute hat es hier nur so vor Fotografen ohne Erlaubnis gewimmelt - Ihr Chef war ja auch da." "Der Chef ist aber weg. Also keine Fotos." "Ach, kommen Sie: nur noch dieses eine von den ganzen Schauspielern da." "Geht nicht. Wir machen hier nur unseren Job." "Ach, bitte." "Nagutabernurdieseseine. Und dann kommt die Kamera weg." "Okay."
Hier ist es:
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Vorhang zu.


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