1600 Stoffbinden hängte Künstlerin Stefanie Grohs im März in der Stadt auf. Jede trägt den Namen oder die Nummer eines ehemaligen Häftlings des Konzentrationslagers Katzbach. Nun geht die Aktion „Mitten unter uns“ zu Ende.
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Monatelang waren sie Teil des Stadtbildes – Stoffbinden, die Namen oder Nummern von ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Katzbach tragen. An etlichen Bäumen hatte die Künstlerin Stefanie Grohs die insgesamt 1600 Binden angebracht, um so den Opfern des Frankfurter KZs zu gedenken. Nun neigt sich die Aktion „Mitten unter uns“ dem Ende zu. Am Samstag 21. November findet im Historischen Museum die Abschlussveranstaltung statt. Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU), Generalkonsul der Republik Polen, Jan Sobczak sowie der stellvertretender Direktor des Historischen Museums, Wolfgang Cilleßen werden sprechen.
Auch die Künstlerin wird mit dabei sein. Grohs wird ein Resümee ziehen und den Dokumentarfilm über das Projekt erstmals zeigen. Dabei wird es wohl nicht nur Positives über die Aktion zu berichten geben. Denn die Polizei musste im August einen Mann festnehmen, der die Installation beschädigt hatte. Auch wird die Künstlerin Gespräche mit einem Zeitzeugen und Angehörigen von Opfern des KZ Adlerwerke, das den Decknamen Katzbach trug, führen. Die Pianistin Nadja Jeliazkova wird auf dem Flügel eine eigene Komposition zum Thema KZ Adlerwerke / „Katzbach“ vortragen.
>> Abschlussveranstaltung „Mitten unter uns“, Samstag, den 21. November von 11 bis 14 Uhr im Historisches Museum, Fahrtor 2