Mette trifft Munch

Prinzessin adelt Frankfurt

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Zur Eröffnung der Edvard Munch-Ausstellung in der Schirn Kunsthalle bekam nicht nur das Museum, sondern auch die Stadt Frankfurt königlichen Besuch. Ihre königliche Hoheit Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen gab sich die Ehre.

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Im Römer wurde der rote Teppich ausgerollt, immerhin erwartete man am Mittwochabend royalen Besuch. Prinzessin Mette-Marit nahm die große Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ in der Kunsthalle Schirn zum Anlass, sich im Kaisersaal des Römers in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt einzutragen und selten waren so viele Journalisten zugegen, wenn eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle eröffnet wird.

Als Willkommensgeschenk erhielt die 38-Jährige eine weiße Vase geschenkt. Natürlich aus echtem Höchster Porzellan. Vom Römer ging es für die Prinzessin gemeinsam mnit Petra Roth dann weiter zur nahe gelegenen Schirn, wo sie zunächst mit Max Hollein die Ausstellung besichtigte und anschließend eröffnete. Nach einem dreistündigen Aufenthalt in Frankfurt schwirrte sie wieder ab. "Edvard Munch ist ein norwegisches Kulturgut. Jedes Kind wächst mit ihm auf. In der Ausstellung habe ich gelernt, wie facettenreich Munchs Werk ist. Ich bin stolz auf diesen Norweger." so ihre königliche Hoheit Mette-Marit von Norwegen in einem ihrer wenigen Statements. Sie selbst gilt als kunst- und kulturinteressiert und sie sagte, dass sie auch ihre Kinder für Kunst begeistern will. Zu privaten Dingen gab die fröhliche Kronprinzessin keine Auskunft.

Die mittlerweile 200. Ausstellung in der Geschichte des Hauses soll spektakulär sein und so scheint dem Schirn-Direktor Max Hollein doch zum Jubiläum ein großer Coup gelungen zu sein. Die im Pariser Centre Pompidou erfolgreich gelaufene Schau über den norwegischen Künstler Edvard Munch, die immerhin 483 000 Besucher anlockte, holte Hollein nach Frankfurt und erhofft sich am Main einen ähnlich starken Zuspruch . Bis zum 13. Mai werden Munchs Werke, darunter 60 Gemälde, 50 Originalfotografien sowie Filme zu sehen sein, danach wandert die Schau nach London in die Tate Modern. Auch wenn das wohl bekannteste Bild Munchs „Der Schrei“ nicht zu sehen ist – das Werk befand sich nachdem es zunächst gestohlen worden war in einem sehr fragile Zustand und wird deshalb nicht mehr ausgeliehen - zeigt die Ausstellung dennoch etwas Neues: den Facettenreichtum des enorm kreativen Künstlers, der Zeit seines Lebens wegen einer so genannten bipolaren Störung zwischen Manie und Depression pendelte und mit seinem besonderen Werk als Wegbereiter der Moderne gilt. Besonders herausgearbeitet wurden in der Schau die immer wiederkehrenden Motive, die Munch nicht nur auf Leinwand bannte, sondern auch auf Fotografien festhielt.


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