Der Kunstverein Familie Montez braucht Geld für Brandschutzmaßnahmen. Heute können Werke von Thomas Bayrle, Tobias Rehberger und Co. begutachtet werden, morgen werden sie versteigert.
Nils Bremer /
Mirek Macke ist zufrieden. „Es ist wunderschön, wie viele Leute sich für uns einsetzen“, sagt er. Und schließt darin auch die Bauaufsicht mit ein. Die hatten dem Kunstverein-Macher kürzlich einen Brief geschickt, in dem sie ihm verboten, künftig wieder Partys und Vernissagen steigen zu lassen (wir berichteten). Da sich die Off-Location aber durch diese hauptsächlich finanziert, dachte Mirek Macke schon, er müsste seinen Laden schließen. Nach einer Sitzung zwischen Kunstverein Familie Montez, Bauaufsicht und Kulturamt ist aber klar: es kann weitergehen, wenn Fluchtwege richtig gekennzeichnet werden und der Brandschutz verbessert wird. Das kostet natürlich Geld – wieviel wird gerade ausgerechnet. Und so wird es in der Ausstellungshalle in der Schulstraße eine Kunstauktion geben. Die Palette der teilnehmenden Personen umfasste schon nach drei Tagen über 50 Namen, darunter so renommierte Künstler wie Hermann Nitsch, Tobias Rehberger und Martin Liebscher. „Das hat mich wirklich überrascht“, sagt Mirek Macke. Wenn alles gutgeht, will er den Kunstverein in der Breiten Gasse zum Februar wieder öffnen. Mit einer großen Vernissage, versteht sich.