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Klassik meets Jazz
Frankfurt: hr-Sinfonieorchester trifft auf hr-Bigband
Die Sinfoniker in der Rubrik Jazz? Und ob. Denn auf das Repertoire kommt es an: Charles Ives, George Gershwin, Leonard Bernstein und Duke Ellington. In der Alten Oper Frankfurt gibt es eine ganz besondere Begegnung.
Zum „Auftakt“ im hr-Sendesaal heißt es „American Style“. Mit Patrick Hahn als Dirigenten lässt sich das hr-Sinfonieorchester auf ein Repertoire ein, dass – mit Ausnahme von Duke Ellingtons „Harlem“ – nur verbohrte Puristen als Klassik für sich reklamieren. Ansonsten auf dem Programm: Charles Ives’ „Three Places In New England“ (zwischen Folk und Avantgarde) sowie Leonard Bernsteins „Candide-Ouvertüre“ (gerne Operette genannt) und George Gershwins „Concerto in F“ (Jazz im Frack hieß es etwa dazu).
Man muss sich schon länger nicht mehr scheuen, Gershwin und Bernstein als Väter des „Crossovers“ zu bezeichnen. Das waren sie lange bevor der Begriff (zumindest bei Gershwin) gebräuchlich war. Willkommen in neuen musikalischen Welten. Da passt es, dass Hahn, der junge Österreicher (29) am Pult auch als Jazzpianist Erfolge feiert und Preise einheimst. Und Frank Dupree, Solist am Klavier beim „Concerto“, ist auch in beiden Genres zuhause.
Gemeinsamer Gershwin-Abend in Frankfurt
Die Programmplanung will es, dass nur eine Woche später, dann allerdings in der Alten Oper, hr-Sinfonieorchester und hr-Bigband unter der Leitung von Chefdirigent Alain Altinoglu, der sich auch selbst mal ans Klavier setzt, auf der Bühne stehen für einen gemeinsamen Gershwin-Abend. Gegeben werden Klassiker wie „An American In Paris“ und die „Rhapsody In Blue“ neben einer „Song Selection“.
Zudem kommt noch ein Auftragswerk vom „Composer in Residence“ zur Uraufführung: Thierry Escaichs „Konzert für Bigband und Orchester“. „Es war nicht klassische Musik, die ich zunächst hörte und spielte, sondern Varieté-Musik und Tango. Ich spielte Piazzolla, sogar Disco. Da kommt der Groove her. Ich liebe den Groove“, sagt der Franzose.
Info
hr-Sinfonieorchester, Crossover, Ffm: Hessischer Rundfunk, Bertramstraße 8, 6.3., 19 Uhr/7.3., 20 Uhr, Eintritt: 25-39 Euro
hr-Sinfonieorchester/hr-Bigband, Crossover, Ffm: Alte Oper, Opernplatz, 13.3., 19 Uhr/14.3., 20 Uhr, Eintritt: 43-65 Euro
Man muss sich schon länger nicht mehr scheuen, Gershwin und Bernstein als Väter des „Crossovers“ zu bezeichnen. Das waren sie lange bevor der Begriff (zumindest bei Gershwin) gebräuchlich war. Willkommen in neuen musikalischen Welten. Da passt es, dass Hahn, der junge Österreicher (29) am Pult auch als Jazzpianist Erfolge feiert und Preise einheimst. Und Frank Dupree, Solist am Klavier beim „Concerto“, ist auch in beiden Genres zuhause.
Die Programmplanung will es, dass nur eine Woche später, dann allerdings in der Alten Oper, hr-Sinfonieorchester und hr-Bigband unter der Leitung von Chefdirigent Alain Altinoglu, der sich auch selbst mal ans Klavier setzt, auf der Bühne stehen für einen gemeinsamen Gershwin-Abend. Gegeben werden Klassiker wie „An American In Paris“ und die „Rhapsody In Blue“ neben einer „Song Selection“.
Zudem kommt noch ein Auftragswerk vom „Composer in Residence“ zur Uraufführung: Thierry Escaichs „Konzert für Bigband und Orchester“. „Es war nicht klassische Musik, die ich zunächst hörte und spielte, sondern Varieté-Musik und Tango. Ich spielte Piazzolla, sogar Disco. Da kommt der Groove her. Ich liebe den Groove“, sagt der Franzose.
hr-Sinfonieorchester, Crossover, Ffm: Hessischer Rundfunk, Bertramstraße 8, 6.3., 19 Uhr/7.3., 20 Uhr, Eintritt: 25-39 Euro
hr-Sinfonieorchester/hr-Bigband, Crossover, Ffm: Alte Oper, Opernplatz, 13.3., 19 Uhr/14.3., 20 Uhr, Eintritt: 43-65 Euro
26. Februar 2025, 11.30 Uhr
Detlef Kinsler
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Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. Mehr von Detlef
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26. Februar 2025
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