Foto: Die Socke ist als Anspielung auf die Form von Chromosomen gedacht © Dialogmuseum
Welt-Down-Syndrom-Tag

Mit Postern und bunten Socken ein Zeichen setzen

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Zum Welt-Down-Syndrom-Tag hat der Frankfurter Verein 21malDREI eine Poster-Aktion gestartet, um Trisomie21 ins öffentliche Bewusstsein zu bringen – und die Individualität der Menschen mit Down-Syndrom zu betonen.

red /

„Wir fordern: Unterstützt, was uns unterstützt!“ steht groß über dem Bild einer Person mit Down-Syndrom, ergänzt durch den Hashtag „#improveoursupportsystems“. Diese Vorlage stellt der Verein „21malDREI – Initiative Trisomie 21 Frankfurt e.V.“ online all denen zur Verfügung, die ihre Unterstützung für den Welt-Down-Syndrom-Tag ausdrücken wollen. Eigene Fotos können in der Vorlage ergänzt werden und sollen so die Botschaft individualisieren. Der Verein fordert dazu auf, die fertigen Poster dann auf sozialen Medien zu teilen und so auch digital Aufmerksamkeit für die Inklusion und Förderung von Menschen mit Down-Syndrom zu schaffen.

Veranstaltung und Mitmachaktion im Dialogmuseum Frankfurt

In Kooperation mit dem Dialogmuseum veranstaltet der Verein außerdem am 21. März ab 9 Uhr einen Tag der Begegnungen und des Austauschs. Die hellen Museumsräume sollen als partizipative Plattform genutzt werden, um zu informieren und Fragen zu beantworten. Bereits im Vorfeld gibt es auch im Museum eine Mitmachaktion: Malvorlagen von Socken, die bunt ausgemalt als Girlande aufgehängt werden, können jetzt schon kreativ gestaltet werden. Bei den bunten Socken handelt es sich um ein Symbol des Aktionstages, bei dem die Socke als Anspielung auf die Form von Chromosomen gedacht ist.

Mit dieser Aktion und weiteren Tipps, wie man beim Welt-Down-Syndrom-Tag mitmachen kann, möchte der Frankfurter Verein daran erinnern, dass Inklusion eine gelebte Haltung sein sollte und kein theoretisches Konzept. Auf seiner Website erklärt er seinen Slogan „Behindern ist heilbar“: „Es geht darum, zu zeigen, dass es oft nicht die Behinderung an sich ist, die Menschen einschränkt, sondern die Barrieren, die die Gesellschaft aufbaut – sei es durch mangelnde Barrierefreiheit, Vorurteile oder unzureichende Unterstützung.“ Das Motto könne auch die Idee vermitteln, dass die Welt so verändert werden sollte, dass alle die gleichen Chancen hätten.

Forderungen nach Unterstützung als globales Motto

Damit greift der Slogan in Frankfurt das Motto des diesjährigen Welt-Down-Syndrom-Tags „Improve Our Support Systems“ auf. Der Verein „Deutsches Down-Syndrom InfoCenter e.V.“ erläutert, dass dieses Motto die Forderungen nach finanzieller Absicherung, Inklusion in Bildung und Beruf, Zugang zu Assistenzen und Hilfsmitteln, Wahlfreiheit bei Wohnen und Mobilität sowie eine gleichberechtigte Gesundheitsversorgung für Menschen mit Down-Syndrom formuliere. Mit dem alljährlichen Aktionstag solle das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Trisomie21 betont werden, welches nur durch starke Unterstützungssysteme gewährleistet sei. Mit dem diesjährigen Motto sollen genau diese Systeme in den Blick genommen werden und für Verbesserungen auf politischer, gesellschaftlicher und persönlicher Ebene gekämpft werden.

Info
21malDREI – Initiative Trisomie 21 Frankfurt e.V.
21malDREI ist ein 2019 gegründeter Verein, der mittlerweile rund 300 Mitglieder aus dem Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus zählt. Er setzt sich aktiv für die Rechte und Sichtbarkeit von Menschen mit Down-Syndrom ein, stärkt ihre Selbstbestimmung und fördert den gesellschaftlichen wie politischen Austausch.
Mehr Infos zum Verein gibt es hier.

Welt-Down-Syndrom-Tag
Seit 2006 wird der Welt-Down-Syndrom-Tag als Aktionstag begangen. Der 21. März wurde als Aktionstag gewählt, da das 21. Chromosom bei Menschen mit Down-Syndrom dreifach statt zweifach vorliegt. Ziel des Tages ist es, eine Sensibilisierung für die Vielfalt menschlicher Lebensrealitäten zu schaffen und die Bedeutung von Teilhabe, Akzeptanz und Inklusion zu unterstreichen.


Foto: Die Socke ist als Anspielung auf die Form von Chromosomen gedacht © Dialogmuseum

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