Unternehmen aus Hongkong kauft Traditionsbetrieb

Höchster Porzellan-Manufaktur ist gerettet

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Gute Nachrichten für die dreizehn Mitarbeiter der insolventen Höchster Porzellan-Maunfaktur. Der Käufer des Traditionsunternehmens, eine Firma aus Hongkong, will angeblich den Standort mitsamt der Belegschaft übernehmen.

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Im Januar hatte die 1746 von einem Meißener Porzellanmaler gegründete Höchster Porzellan-Manufaktur Insolvenz anmelden müssen. Damit war ein Frankfurter Traditionsunternehmen in Not. Doch die Gefahr ist gebannt. Wie der Insolvenzverwalter Frank Schmitt mitteilt, wurde ein Käufer für das zahlungsunfähige Unternehmen gefunden, das demnächst ein Geschäft in der neuen Altstadt eröffnen will. Ob die Queen, Udo Lindenberg oder Emmanuel Macron – allen hat die Stadt ein fragiles Gastgeschenk, made in Höchst, überreicht. Diese Tradition wird also fortgeführt werden können.

Bei dem Käufer der Porzellen-Manufaktur soll es sich um einen Investor aus Hongkong handeln, zu dem auch der in Darmstadt beheimatete Hersteller Zeva Life GmbH gehört. Die Porzellanmanufaktur soll vollumfänglich am Standort Höchst bleiben, damit blieben auch die dreizehn bisherigen Arbeitsplätze bestehen. „Die Übertragung auf den neuen Investor ist ein sehr schönes Ergebnis des Insolvenzverfahrens. Einerseits, weil es uns gelungen ist, die Manufaktur als hessisches Kulturgut zu erhalten. Andererseits, weil mit dem Investor eine Neuausrichtung einhergeht, die dem Traditionsunternehmen eine Zukunft verspricht. Insbesondere freut es mich, dass nicht nur die Marke, sondern das Unternehmen als Ganzes, inklusive aller Arbeitsplätze, erhalten bleibt“, sagt der Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Der neue Investor will die Höchster Porzellan-Manufaktur in ein Lifestyle-Unternehmen verwandeln. Mit neuen Designs und durch die Einbindung von Kunst soll eine jüngere Kundschaft angelockt werden. Auch die Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG), Vermieterin der Höchster Porzellan-Manufaktur in der Palleskestraße, aber auch die Stadt Frankfurt und das Land Hessen hatten sich für die Rettung des Unternehmens eingesetzt. „Die hohe öffentliche Anteilnahme und der Beistand, den wir während des Insolvenzverfahrens erfahren haben, haben einen hohen Anteil an der gelungenen Rettung der Höchster Porzellan-Manufaktur“, so Schmitt.


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