Ziemlich fluffig und niedlich ist der Nachwuchs im Opel-Zoo. In der vergangenen Woche schlüpften zwei Nandu-Küken und schon Ende Juni erblickte eine kleine Schnee-Eule das Licht der Welt.
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Es hat ein wenig gedauert, bis die zwei jüngst geschlüpften Nandu-Küken und die kleine Schnee-Eule für die Zoobesucher zu sehen waren, aber jetzt gibt selbst die gluckende Eulenmama den Blick auf ihr Junges frei. Beiden Vogelarten ist gemeinsam, dass sie ihre Eier am Boden ausbrüten. Ansonsten sind die Tiere doch recht unterschiedlich.
Nandujunge, Foto: Archiv Opel-Zoo
Nandus werden bis zu 1,50 Meter groß und sind flugunfähige Laufvögel, die in den Grassteppen Südamerikas leben. Außergewöhnlich ist das Verhalten des Nandu-Hahns: Er schart mehrere Hennen um sich, die ihre Eier in einem gemeinsamen Nest ablegen. Diese bebrütet der Hahn allein, bis nach 35-40 Tagen die Küken schlüpfen. Weil es kaum höher gelegene Nistplätze gibt, brütet die Schnee-Eule am Boden. Sie lebt normalerweise in der arktischen Tundra, wo es keine Bäume gibt. Hauptsächlich ernährt sie sich von Lemmingen. Ist die Nahrungsversorgung gesichert, dann gehen die Eulen eine Saison-Partnerschaft ein und beginnen mit der Brut. Die Rollenverteilung ist da wiederum eher traditionell: Das Weibchen brütet, es ist mit seinem von braunen Flecken durchzogenen Gefieder am Boden gut getarnt. Das Männen hat dafür die Rolle des Versorgers, er bringt dem Weibchen und nachher auch den dunkel gefärbten Jungvögeln die Nahrung. Nandus und Nandu und Schnee-Eulen leben in der freien Natur von Kontinenten getrennt. Im Opel-Zoo hingegen sind sie nur wenige Meter voneinander entfernt. Beide findet man in dem Tierpark im schattigen Waldbereich, wo es bei den aktuell hochsommerlichen Temperaturen auch für die Besucher angenehm ist.