Premiumprojekt „Haus der Demokratie“: Am Mittwoch wurde das geplante Demokratie-Zentrum von der Bundesförderung „Nationale Projekte des Städtebaus“ ausgezeichnet.
Daniel Geyer /
Das im Umfeld der Paulskirche geplante "Haus der Demokratie" wurde als Premiumprojekt des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ des Bundesbauministeriums ausgezeichnet. Die Urkunde überreichten Klara Geywitz (SPD), Ministerin des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), und Sören Bartol (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär des BMWSB, am vergangenen Mittwoch (20.11.) in Berlin.
Stadtrat Mikael Horstmann (VOLT), der die Auszeichnung gemeinsam mit Mitarbeitenden aus der Stabsstelle Entwicklung Paulskirche/Haus der Demokratie und der Stabsstelle Paulskirche entgegennahm, teilt mit: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Frankfurt am Main mit dem Haus der Demokratie in das Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus aufgenommen wurde und ausgezeichnet wurde. Danke an das Team, das stabsstellenübergreifend mit viel Herzblut an diesem Projekt arbeitet.“
Über das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ bezuschusst das Bundesbauministerium die Planung des Projekts nun mit 460 000 Euro. Insgesamt sollen sich die Projektkosten für vorbereitende Maßnahmen auf 855 000 Euro belaufen, die restlichen 395 000 Euro übernimmt die Stadt Frankfurt. Für den anschließenden Bau des Demokratiezentrums rechnet die Stadt mit rund 66 Millionen Euro. Weitere 80 Millionen Euro werden für die Sanierung der Paulskirche veranschlagt. „Die Paulskirche ist der zentrale Ort der deutschen Demokratiegeschichte – daher ist auch die Sanierung dieses bedeutenden Bauwerks ein wichtiger Baustein bei der Schaffung dieses einmaligen Demokratieortes in Deutschland“, so Weber.
Im nächsten Schritt sollen in einem Ideenwettbewerb sowohl architektonische Vorschläge für das Demokratiezentrum als auch für das städtebauliche Umfeld entwickelt werden. Dieser soll im kommenden Frühjahr ausgeschrieben werden, wie die FAZ berichtet. Die Planung sieht vor, die Ergebnisse dann 2025/26 in einer Bürgerbeteiligung zu diskutieren. In einem Realisierungswettbewerb soll danach der finale Entwurf ausgearbeitet werden. Der Baubeginn ist bislang für 2028 angesetzt.