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Frankfurter Wein
Stadt sucht neuen Pächter für eigenes Weingut
Der Pachtvertrag für das Frankfurter Weingut läuft aus. Die Stadt sucht eine Nachfolge, die jetzigen Pächter würden indes gerne weitermachen.
Die Stadt verpachtet das eigene Weingut neu. In einer Mitteilung vom Montag (31. Juli) gab sie bekannt, dass ein „Konzeptverfahren“ ausgelobt ist. Potenzielle Pächter können sich ab sofort mit Ideen bewerben. Bis zum 1. Januar 2026 soll das städtische Weingut dann in neuen Händen liegen – oder in den alten bleiben. Denn: Die jetzigen Pächter wollen sich ebenso bewerben.
Wie die Stadt betont, sucht sie Pächter, die „eine marktgerechte Pacht zahlen und dabei das Weingut wirtschaftlich nachhaltig führen sowie positive Effekte zum Stadtmarketing und zur Profilierung der Stadt beitragen.“ Das kann sich auch Bianca Rupp vorstellen, die auf Anfrage verrät: „Wir würden es gerne weitermachen und bewerben uns deshalb erneut.“ Sie gehört zur Familie Rupp, die das Weingut seit dreißig Jahren bewirtschaftet. Sie selbst ist verantwortlich für den Weinverkauf in der Vinothek.
Die Vorgaben der Stadt würden sie sich genau ansehen, sagt Rupp und ergänzt, dass man sich auch anpassen würde – zum Beispiel beim Thema Biowein. Das wiederum könnten einige Kunden gar nicht verstehen, die sich empört über die Entscheidung der Stadt gezeigt hätten. Der angebotene Wein sei doch gut, fasst Rupp die Stimmung zusammen. Die Stadt scheint denn auch weniger die Weinqualität als mehr die Vermarktung verbessern zu wollen.
Stadt strebt offenbar besseres Marketing für Weingut an
„Mit der Neuverpachtung des städtischen Weinguts streben wir eine ökologischere Bewirtschaftung, eine Modernisierung des Weinbaubetriebs und nicht zuletzt ein zeitgemäßes Marketing für unsere Stadt an, das auch junge Leute anspricht“, erklärt Stadträtin Sylvia Weber (SPD), deren Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen zusammen mit dem Amt für Bau und Immobilien die Federführung übernimmt.
Verpachtet werden einerseits die Marke „Weingut Stadt Frankfurt am Main“ und die 23,3 Hektar großen Weinberge in Hochheim, Mainz-Kostheim und der Weinberg auf dem Lohrberg, der seit 1803 im Besitz der Stadt ist. Andererseits gehören zu den Pachtobjekten das denkmalgeschützte Gutsgebäude mit Produktionshalle, Weinkeller und eine Gutsschänke in der Altstadt von Hochheim sowie in der Frankfurter Altstadt die Vinothek in der Limpurgergasse 2 und die Weinstube im Römer.
Die Pachtobjekte werden dabei in fünf Lose aufgeteilt. Bewerber können eines, mehrere oder alle Lose erwerben. Angebote können bis zum 30. September abgegeben werden per Mail an weingutstadtfrankfurt@dasteam.de. Weitere Information zum Wettbewerb hat die Stadt unter dieser Internetadresse zusammengestellt.
Eine Jury soll darüber beraten, wer bei einem oder mehreren Pachtobjekten den Zuschlag erhält. Entschieden wird auf deren Basis dann in der Stadtverordnetenversammlung.
Wie die Stadt betont, sucht sie Pächter, die „eine marktgerechte Pacht zahlen und dabei das Weingut wirtschaftlich nachhaltig führen sowie positive Effekte zum Stadtmarketing und zur Profilierung der Stadt beitragen.“ Das kann sich auch Bianca Rupp vorstellen, die auf Anfrage verrät: „Wir würden es gerne weitermachen und bewerben uns deshalb erneut.“ Sie gehört zur Familie Rupp, die das Weingut seit dreißig Jahren bewirtschaftet. Sie selbst ist verantwortlich für den Weinverkauf in der Vinothek.
Die Vorgaben der Stadt würden sie sich genau ansehen, sagt Rupp und ergänzt, dass man sich auch anpassen würde – zum Beispiel beim Thema Biowein. Das wiederum könnten einige Kunden gar nicht verstehen, die sich empört über die Entscheidung der Stadt gezeigt hätten. Der angebotene Wein sei doch gut, fasst Rupp die Stimmung zusammen. Die Stadt scheint denn auch weniger die Weinqualität als mehr die Vermarktung verbessern zu wollen.
„Mit der Neuverpachtung des städtischen Weinguts streben wir eine ökologischere Bewirtschaftung, eine Modernisierung des Weinbaubetriebs und nicht zuletzt ein zeitgemäßes Marketing für unsere Stadt an, das auch junge Leute anspricht“, erklärt Stadträtin Sylvia Weber (SPD), deren Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen zusammen mit dem Amt für Bau und Immobilien die Federführung übernimmt.
Verpachtet werden einerseits die Marke „Weingut Stadt Frankfurt am Main“ und die 23,3 Hektar großen Weinberge in Hochheim, Mainz-Kostheim und der Weinberg auf dem Lohrberg, der seit 1803 im Besitz der Stadt ist. Andererseits gehören zu den Pachtobjekten das denkmalgeschützte Gutsgebäude mit Produktionshalle, Weinkeller und eine Gutsschänke in der Altstadt von Hochheim sowie in der Frankfurter Altstadt die Vinothek in der Limpurgergasse 2 und die Weinstube im Römer.
Die Pachtobjekte werden dabei in fünf Lose aufgeteilt. Bewerber können eines, mehrere oder alle Lose erwerben. Angebote können bis zum 30. September abgegeben werden per Mail an weingutstadtfrankfurt@dasteam.de. Weitere Information zum Wettbewerb hat die Stadt unter dieser Internetadresse zusammengestellt.
Eine Jury soll darüber beraten, wer bei einem oder mehreren Pachtobjekten den Zuschlag erhält. Entschieden wird auf deren Basis dann in der Stadtverordnetenversammlung.
1. August 2024, 12.21 Uhr
Till Geginat
Till Geginat
Jahrgang 1994, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe Universität Frankfurt, seit November 2022 beim JOURNAL FRANKFURT. Mehr von Till
Geginat >>
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22. Januar 2025
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