Straßentheater auf dem Goetheplatz

Aufenthaltsrecht für Prostitutionsopfer

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Einen unbefristeten Aufenthalt in Deutschland für Opfer der Zwangsprostitution – das fordert Terre des femmes. Zu diesem Thema findet heute eine Straßentheateraktion statt.

jab /

Am 18. Oktober, dem 6. Europäischen Tag gegen Menschenhandel, hat die neue Terre des femmes-Kampagne „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!" in Berlin begonnen. Heute wird die dazugehörige Straßentheateraktion Frankfurt erreichen. Die Kundgebung und Theaterperformance findet am Goetheplatz von 15 bis 17 Uhr statt. „Opfern von Zwangsprostitution muss aus humanitären Gründen ein unbefristeter Aufenthaltstitel in Deutschland erteilt werden“, fordert Irmingard Schewe-Gerigk, die Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation. „Deutschland will vor allem die Täter verurteilen und benötigt dafür die Aussage der Betroffenen vor Gericht. Geboten wird den Frauen, die sich dadurch in Lebensgefahr begeben, nur eine vage Chance während des Prozesses in Deutschland zu bleiben. Diese katastrophale Situation für Frauen gehört schnellstmöglich geändert!"

Sie bezeichnet Frauenhandel als eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, da die Betroffenen systematisch gedemütigt und vergewaltigt werden. „ Nur jedes 100. Opfer wird aus den Zwängen des Menschenhandels befreit", so Schewe-Gerigk. „Diese Frauen müssen unterstützt werden - ein sicheres Bleiberecht ist dafür die Grundvoraussetzung." Diese Forderung wird direkt an Erika Steinbach (CDU), die Abgeordnete des Bundestages aus dem Frankfurter Wahlkreis, gerichtet. Die heutige Straßentheateraktion soll die Aufmerksamkeit der Stadt auf das Problem lenken. Terre des femmes wird dabei in einer Unterschriftensammlung eine Gesetzesänderung fordern.

Mehr Information gibt es unter www.frauenrechte.de/frauenhandel


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