Rettung des Romantikmuseums?

Erika Steinbach hat ein Herz für Romantik

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Die Meldung darüber, dass das seit langem geplante Romantikmuseum aufgrund des Sparzwangs der Stadt doch nicht realisiert wird, versetzte die Frankfurter Kulturszene in Aufruhr. Auch Erika Steinbach appelliert nun für die Rettung des Museums.

mim /

Mit der Vereinbarung, das Romantikmuseum am Großen Hirschgraben nicht zu realisieren, werde eine einmalige Chance vertan, ist sich die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (CDU) sicher. Bei allem Verständnis für die Einsparungen im städtischen Haushalt, so Steinbach, geschehe dies an falscher Stelle. Die einmalige Sammlung von Handschriften und Kunst der Romantik habe es verdient, aus den Tiefen des Kellerarchivs der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.

„Es gibt bislang in Deutschland kein einziges Museum, das diesen wichtigen Teil unseres literarischen und kulturellen Erbes in seiner ganzen Fülle darstellt und damit auch die politische Dimension deutlich macht“, so Steinbach in ihrem Appell zur Rettung des Romantikmuseums.

In den Kellerarchiven des Deutschen Hochstifts lagern bis heute tausende von Handschriften und Korrespondenzen deutscher Romantiker: Alleine die Werke und Korrespondenzen Brentanos füllen 30 Kartons. Das Gesamtwerk Hugo von Hoffmannthals ist mit 150 Kartons eingelagert und auch 14 Kartons mit Autographen von Achim v. Arnim liegen seit Jahren im Archiv und nirgendwo in Deutschland gibt es eine größere Eichendorff-Sammlung als hier in Frankfurt.

„Die Singularität dieser Schätze des deutschen Geisteslebens lässt sich daran ablesen, dass sich sowohl die Bundesregierung als auch die Hessische Landesregierung bereit erklärt haben, sich trotz einiger Sparzwänge an den Kosten des Romantikmuseums zu beteiligen“, so Steinbach. Ausdrücklich begrüßt die Bundestagsabgeordnete dass die Bundesregierung die Finanzierungsgrundlage bislang noch nicht zurückgezogen hat und appelliert an die Frankfurter Verantwortlichen, ihre Haltung diesbezüglich nochmals zu überdenken.


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