Die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach (CDU) warf der Grünen Jugend vor, linksextremistisch unterwandert zu sein. Jetzt kontert der Frankfurter Nachwuchs mit einem offenen Brief.
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Noch mal von vorne: Die Kampagne „Ich bin linksextrem“ sei eine Kampagne gegen „Extremismusquatsch“, möchte die Grüne Jugend Frankfurt klar gestellt wissen. Es sei eine Kampagne, die sich dagegen wehre, dass Menschen, die für eine gerechtere Gesellschaft ohne Rassismus eintreten, als Linksextermisten abgetan werden. Den Begriff des „Linksextremismus“ lehne man deshalb ab.
Erika Steinbach hatte jüngst verlangt, dass sich die Grünen von ihrer Jugend trennen müssten, da diese sich offen in die Traditionslinie der RAF und der Roten Brigaden stelle. Die Grüne Jugend Frankfurt wirft in einem offenen Brief nun ihrerseits Frau Steinbach ein „rassistisches, geschichtsrevisionistisches und reaktionäres Weltbild“ vor. Ein Blick auf die Homepage der Bundestagsabgeordneten sei „bestechend“. Der Fokus werde dort klar auf das Thema Linksextremismus gesetzt, während sich zu Rassismus, Nationalsozialismus und rechter Gewalt kaum etwas finden lasse, bemängeln die Grünen. „Anstatt das Engagment von jungen Menschen zu begrüßen, kirminalisieren Sie antifaschistisches, solidarisches und demokratisches Engagement“, so der Vorwurf. Der offene Brief schließt "mit stacheligen Grüßen".