Brandanschlag nicht vergessen

Gedenken an Familie Genç

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Ein großes Bündnis ruft für den 29. Mai zum Gedenken des Brandanschlags auf die Familie Genç in Solingen vor 20 Jahren auf. Unter anderem kommen Trude Simonsohn und Emil Mangelsdorff zur Veranstaltung auf den Hülya-Platz.

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20 Jahre ist es her, dass die Familie Genç in Solingen Opfer eines rassistisch motivierten Brandanschlags wurde. Zwei Frauen und drei Mädchen kamen damals, am 29. Mai 1993, ums Leben. Eines der Mädchen war die 9-jährige Hülya, nach der inzwischen ein Platz in Bockenheim benannt ist. Genau dorthin lädt ein großes Bündnis aus Gewerkschaftlern, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zum Gedenken ein.

Von 11 bis 19 Uhr soll den Opfern von Rechtsradikalismus gedacht werden. Zu Beginn erläutern Schüler aus Frankfurt, was genau an diesem Tag vor 20 Jahren passierte. Von 11.30 Uhr an berichten Trude Simonsohn, Emil Mangelsdorff und Yilmaz Karahasan über ihre Erfahrungen mit Rassismus und Rechtsextremismus. Die Azzis mit Herz, eine Frankfurter Hip-Hop-Formation, bittet zum Konzert. Eine sezenische Lesung von Schülern des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums steht ebenso auf dem Programm wie eine Graffiti-Aktion. Von 18 bis 19 Uhr gibt es Redebeiträge von der Integrationsdezernentin Narges Eskandari-Grünberg (Die Grünen), Erdogan Sanli (Frankfurter Jugendring), Dalia Wissgott-Moneta (Jüdische Gemeinde) und vielen anderen geben. An der künstlerischen Gestaltung der Veranstaltung haben Frank Wolff, Bettina Kaminski und Michael Quast mitgewirkt.


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