Zum Tag der Arbeit demonstrierten Gewerkschafter am Dienstag wieder auf dem Römerberg: Für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung und für den europäischen Schulterschluss.
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6000 Menschen haben nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an der 1. Mai-Kundgebung vor dem Römer teilgenommen, um gegen Stellenabbau und prekäre Beschäftigung zu demonstrieren. Die Polizei sprach von etwa 1500 Teilnehmern. Harald Fiedler, der DGB-Vorsitzende für die Region Frankfurt Rhein-Main, verwies auf Firmen wie Sanofi, die Lufthansa und Neckermann, die allesamt am Personal sparen wollen. „Nur noch 65,6 Prozent der Arbeitsplätze in der Stadt sind normal sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen“, so Fiedler. Der Anteil der prekär Beschäftigten sei von 2000 bis 2009 um rund acht Prozent auf nunmehr 34,4 Prozent angewachsen. Der DGB fordere deshalb: Gute Arbeit, gerechte Löhne und soziale Sicherheit für alle.
„Alle“ umfasst dabei nicht nur die Arbeiter in Deutschland. Die europäische Solidarität der Arbeitnehmer ist laut Fiedler das Gebot der Stunde: „Die einseitig auf Geldwertstabilität fixierte Europapolitik erlegt die Kosten einseitig den Lohnabhängigen, Erwerblosen und Rentnern auf.“ In Frankfurt setzt der Gewerkschaftsvorsitzende auf den baldigen Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Dieser habe im Wahlkampf mit einer Reihe gewerkschaftlicher Themen gepunktet. Nun gelte es, nicht nur über die soziale Stadt zu reden, sondern sie zu verwirklichen.