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Foto: Dominic Reichenbach, Bart E. Streefkerk, Jerome Servette, Michael-Gruber, www.o-tonemusic.de, Prosechos/Veranstalter
Foto: Dominic Reichenbach, Bart E. Streefkerk, Jerome Servette, Michael-Gruber, www.o-tonemusic.de, Prosechos/Veranstalter

Live-Musik-Tipps im März in und um Frankfurt

Ev Machui, auch bekannt als „Frau Chanson“, stellt in ihrer monatlichen Kolumne ihre persönlichen LIVE-Perlen im Rhein-Main-Gebiet vor.
Der März ist da – ich hoffe so sehr, dass unser Land der Demokratie verbunden bleibt und der ganze Wahnsinn um uns herum sich nicht völlig katastrophal entwickelt. Einfach oder sicher ist gar nichts mehr. Konzerte gibt es trotzdem. Klar. Hier meine Konzertperlen für März 2025:

Siempre Loco
Am 11. März spielen die wunderbaren Siempre Loco, mit Gregor Praml, Katharina Bach, Vassily Dück, Laurent Weibel und Rica Bard, wieder einmal in Frankfurt. Diesmal in der Romanfabrik in der Hanauer Landstraße. Sie erinnern an Astor Piazolla, der 104 Jahre alt geworden wäre. Zu hören sind Piazzollas Werke – von den Vier Jahreszeiten über die Zyklen „Del Diablo“ und „Del Angel“ bis hin zu seinen Hits wie „Adios Nonino“ und „Yo Soy Maria“. Die Schauspielerin Katharina Bach singt, rezitiert und spielt eigene Texte. Loco, loco, loco, Siempre Loco!

Gregor Praml trifft Juliana da Silva
Im Jahr 2025 würde Elis Regina ihren 80. Geburtstag feiern. Sie gilt als eine der kraftvollsten und wichtigsten Stimmen der brasilianischen Musikgeschichte. Während der brasilianischen Diktatur wurde die Sängerin zum Symbol für Freiheit und Widerstand. Aus diesem Anlass lässt die Sängerin Juliana da Silva die größten Hits von Elis Regina wieder aufleben und würdigt im Gespräch mit Gregor Praml die Sängerin, die für sie Inspiration und musikalisches Vorbild ist. Die Veranstaltung „The Lokal Listener“ findet am 14. März in der Romanfabrik statt. Juliana da Silva ]hören.

Phillip Boa & The Voodooclub
Am 15. März gibt es einen Backflash in der Batschkapp: Phillip Boa & The Voodooclub. Die deutsche Avantgarde-Pop- beziehungsweise Independent-Band vergangener Jahrzehnte, die stark durch den Songwriter, Sänger, Gitarristen und Produzenten Boa geprägt ist. Der Stil von Boas Texten ist eine Mischung aus absurden Träumereien, Liebesliedern und manchmal bizarren und verstörenden Inhalten, aber Boas vielleicht größte Stärke ist, dass er es immer wieder schafft, eine poetische Schönheit zu finden, die alles, was er schreibt, unterstreicht. Ewig nicht mehr gehört, aber früher um so lieber … Phillip Boa & The Voodooclub hören.

Jo van Nelsen singt Helen Vita
Am 22. März lohnt sich die Fahrt nach Friedberg: Jo van Nelsen tritt im wunderschönen Alten Hallenbad in der Haagstraße auf mit dem Programm: „Blick zurück durch's Schlüsselloch – Frivole Lieder zwischen Liebeslust und Paragraphenfrust“. Jo erinnert an die Sängerin, die seine Liebe zum Chanson und zum literarischen Kabarett entfacht hat: Helen Vita. Mit ihren „Frechen Chansons aus dem alten Frankreich“ löste sie 1963 einen Sturm der Entrüstung, aber auch der sexuellen Befreiung aus. Ich bin mir sicher, dass Jo, begleitet vom Pianisten Bernd Schmidt, Begeisterungsstürme auslösen wird. Jo van Nelsen hören.

Prosechòs
Oder man bleibt in Frankfurt und geht in die Denkbar. Ebenfalls am 22. März spielt die griechische Subkultur-Rembetiko-Band Prosechòs mit Jannis Vlachos, Ahmed Hattach, René Orfanidis und Jannis Karis. Rembetiko, einst die Stimme der Flüchtlinge aus Kleinasien in den Hafenvierteln Griechenlands, ist heute fest im kulturellen Gedächtnis des Landes verankert. Diese Subkultur hat eine faszinierende musikalische Tradition hervorgebracht. Heute kennt jedes Kind in Griechenland die rebellischen Lieder dieser Außenseiter. Zahlreiche Bands modernisieren die Klassiker und schaffen so immer wieder neue Verbindungen. So auch die Band „Prosechós“, die bereits vor vierzig Jahren in Frankfurt den griechischen Blues wieder aufleben ließ. Prosechòs hören.

Françoiz Breut
Ende des Monats tritt die gefeierte Françoiz Breut im Speicher Bad Homburg auf. Chanson und Indie-Pop – niemand bedient beide Seiten so perfekt wie sie, eine der bekanntesten Vertreterinnen des Nouvelle Chanson. 2024 erschien ihr achtes Album „Vif!“ – Französischer Pop mit Rock- und Hip-Hop-Anleihen. Eine musikalische Ode an das Leben. Am 29. März – sollte man sich nicht entgehen lassen. Françoiz Breut hören.

Ich wünsche euch einen guten März! Geht raus. Hört Musik. Seid glücklich.
 
Fotogalerie:
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24. Februar 2025, 10.21 Uhr
Ev Machui
 
Eva Machui
Ev Machui, auch bekannt als „Frau Chanson“, ist die charismatische Sängerin des Trios „Jazzsalon“ und tritt außerdem regelmäßig mit Programmen der 20er-Jahre auf. Sie begeistert ihr Publikum nicht nur mit bekannten Chansons, Couplets und Jazzstandards, sondern interpretiert auch eigene Stücke. Für das Journal Frankfurt ist sie seit 2023 auf der Suche nach besonderen Orten für Livemusik, die es noch zu entdecken gilt. – Mehr von Eva Machui >>
 
 
 
 
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