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Wann sich welche Versicherung lohnt
Darauf sollten Sie bei Unfallversicherungen achten
Welche Versicherung haftet, wenn die Grillparty in Flammen aufgeht? Wie ist man gegen Sturm und Starkregen richtig abgesichert? Eine universelle Versicherung gegen alle Unwetterschäden gibt es nicht – wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Policen.
Bei vielen Deutschen endet der ideale Sommertag mit einem gemütlichen Grillabend. Doch ist das Hantieren mit offenem Feuer, besonders wenn mit Brandbeschleunigern gearbeitet wird, im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich. „Brandbeschleuniger sind die Hauptursache für Personenschäden beim Grillfest“, warnt der Bund der Versicherten. Er zitiert zudem ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm, nach dem sogar Gäste haften, die diese Mittel gar nicht verwendet, aber den Einsatz auch nicht verhindert haben.
Kommt es beim Grillen zu Verletzungen oder materiellen Schäden, muss die Verursacherin oder der Verursacher haften. In der Regel springt die private Haftpflichtversicherung ein. Sie ist ohnehin für jeden Haushalt eine der wichtigsten Policen. Häufig wird sie aber einfach vergessen, weil es keinerlei Verpflichtung zum Abschluss gibt. „Wichtig ist, dass der Schaden unverzüglich gemeldet wird. Und die Meldung muss so umfangreich sein, dass sich der Versicherer ein Bild von dem Unfall machen kann“, heißt es vom Bund der Versicherten. Kann man aufgrund einer Verletzung seinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben, ist das ein Fall für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie dient dem Betroffenen dann als Einkommensersatz.
Mieterinnen und Mieter sind mit einer privaten Haftpflicht generell auf der sicheren Seite, wenn ein Sturm etwa einen Blumentopf vom Balkon schmeißt und dieser eine Passantin oder einen Passanten verletzt. Ohne Haftpflichtversicherung kann der Schaden teuer werden. Bauherr*innen und Immobilienbesitzer*innen können sich über eine Wohngebäudeversicherung vor Schäden durch Sturm, Blitz und Hagel schützen. Die Versicherung übernimmt die Reparaturkosten; einige zahlen bis zu zwölf Monate Mietausfall. Rund 70 Prozent aller Sturmschäden betreffen laut Ergo Versicherung die Wohngebäudeversicherung. Sollte ein Grill umkippen und eigene Kleidungsstücke, Gartenmöbel oder Ähnliches beschädigen oder gar die Wohnung in Brand setzen, betrifft das die Hausratversicherung. Diese schützt das gesamte bewegliche Eigentum vor Schäden, die durch etwas Unvorhergesehenes entstanden sind: beispielsweise Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Sturm, Hagel und Leitungswasser. In der Regel zahlt die Versicherung aber nur eine Entschädigung bis zu einer festgelegten Höchstsumme.
Gegebenenfalls muss sogar bei einem größeren Grillunfall die Wohngebäudeversicherung für das Haus zahlen. Durch die „Außenversicherungsklausel“ deckt die Hausratversicherung auch einen Schaden ab, der außerhalb des eigenen Grundstücks, beispielsweise am Badesee, entstanden ist. Wird der Unfall aber grob fahrlässig verursacht, beispielsweise wenn in der Wohnung der Holzkohlegrill angezündet wird, kann der Versicherungsschutz verloren gehen.
Sturm, Starkregen, Überschwemmungen, Erdbeben
Die Liste möglicher Katastrophen ist lang: Sturm, Starkregen, Überschwemmungen, Erdbeben. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, „dass extremer Niederschlag an jedem Ort in Deutschland möglich ist. Auch abseits von Flüssen ist die Absicherung von Überschwemmungsschäden daher ein wesentliches Element der Risikovorsorge“, heißt es von einem Sprecher der Ergo Versicherung. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben Versicherer in Deutschland 2018 gut 2,7 Milliarden Euro für Schäden durch Sturm, Hagel und Starkregen bezahlt. Die Frage, wie man sich richtig gegen Unwetter versichert, ist heikel, denn je nachdem, wo welcher Schaden passiert, zahlt eine andere Versicherung.
Unwetter der Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig die Ergänzung eines Elementarschadenschutzes, auch Naturgefahrenversicherung genannt, ist. Nur diese schützt vor den finanziellen Folgen von Überschwemmung, Starkregen und Erdbeben. Laut GDV ist in vielen neuen Policen der Versicherungsbaustein oft schon enthalten. Bundesweit bieten rund 130 Versicherer diesen Schutz an. Jedoch sind bisher nur etwa 41 Prozent aller Gebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versichert. Häufig werden auch nur einzelne Naturrisiken abgesichert. Man sollte unbedingt darauf achten, dass auch die Gefahr Rückstau durch Überschwemmungen aus der öffentlichen Kanalisation mitversichert ist, um im Fall der Fälle sein Haus zu aktuellen Standards wiederaufbauen zu können. Allerdings dürfen Versicherungen auch Anträge ablehnen, wenn ihnen das Risiko zu hoch erscheint – etwa, wenn ein Haus an einem Fluss steht, der regelmäßig über die Ufer tritt. Wichtig zu wissen: Ein Rückstau kann auch ohne Gewässer in der Nähe passieren. Ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen lohnt sich.
Kommt es beim Grillen zu Verletzungen oder materiellen Schäden, muss die Verursacherin oder der Verursacher haften. In der Regel springt die private Haftpflichtversicherung ein. Sie ist ohnehin für jeden Haushalt eine der wichtigsten Policen. Häufig wird sie aber einfach vergessen, weil es keinerlei Verpflichtung zum Abschluss gibt. „Wichtig ist, dass der Schaden unverzüglich gemeldet wird. Und die Meldung muss so umfangreich sein, dass sich der Versicherer ein Bild von dem Unfall machen kann“, heißt es vom Bund der Versicherten. Kann man aufgrund einer Verletzung seinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben, ist das ein Fall für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie dient dem Betroffenen dann als Einkommensersatz.
Mieterinnen und Mieter sind mit einer privaten Haftpflicht generell auf der sicheren Seite, wenn ein Sturm etwa einen Blumentopf vom Balkon schmeißt und dieser eine Passantin oder einen Passanten verletzt. Ohne Haftpflichtversicherung kann der Schaden teuer werden. Bauherr*innen und Immobilienbesitzer*innen können sich über eine Wohngebäudeversicherung vor Schäden durch Sturm, Blitz und Hagel schützen. Die Versicherung übernimmt die Reparaturkosten; einige zahlen bis zu zwölf Monate Mietausfall. Rund 70 Prozent aller Sturmschäden betreffen laut Ergo Versicherung die Wohngebäudeversicherung. Sollte ein Grill umkippen und eigene Kleidungsstücke, Gartenmöbel oder Ähnliches beschädigen oder gar die Wohnung in Brand setzen, betrifft das die Hausratversicherung. Diese schützt das gesamte bewegliche Eigentum vor Schäden, die durch etwas Unvorhergesehenes entstanden sind: beispielsweise Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl, Sturm, Hagel und Leitungswasser. In der Regel zahlt die Versicherung aber nur eine Entschädigung bis zu einer festgelegten Höchstsumme.
Gegebenenfalls muss sogar bei einem größeren Grillunfall die Wohngebäudeversicherung für das Haus zahlen. Durch die „Außenversicherungsklausel“ deckt die Hausratversicherung auch einen Schaden ab, der außerhalb des eigenen Grundstücks, beispielsweise am Badesee, entstanden ist. Wird der Unfall aber grob fahrlässig verursacht, beispielsweise wenn in der Wohnung der Holzkohlegrill angezündet wird, kann der Versicherungsschutz verloren gehen.
Sturm, Starkregen, Überschwemmungen, Erdbeben
Die Liste möglicher Katastrophen ist lang: Sturm, Starkregen, Überschwemmungen, Erdbeben. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, „dass extremer Niederschlag an jedem Ort in Deutschland möglich ist. Auch abseits von Flüssen ist die Absicherung von Überschwemmungsschäden daher ein wesentliches Element der Risikovorsorge“, heißt es von einem Sprecher der Ergo Versicherung. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben Versicherer in Deutschland 2018 gut 2,7 Milliarden Euro für Schäden durch Sturm, Hagel und Starkregen bezahlt. Die Frage, wie man sich richtig gegen Unwetter versichert, ist heikel, denn je nachdem, wo welcher Schaden passiert, zahlt eine andere Versicherung.
Unwetter der Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig die Ergänzung eines Elementarschadenschutzes, auch Naturgefahrenversicherung genannt, ist. Nur diese schützt vor den finanziellen Folgen von Überschwemmung, Starkregen und Erdbeben. Laut GDV ist in vielen neuen Policen der Versicherungsbaustein oft schon enthalten. Bundesweit bieten rund 130 Versicherer diesen Schutz an. Jedoch sind bisher nur etwa 41 Prozent aller Gebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versichert. Häufig werden auch nur einzelne Naturrisiken abgesichert. Man sollte unbedingt darauf achten, dass auch die Gefahr Rückstau durch Überschwemmungen aus der öffentlichen Kanalisation mitversichert ist, um im Fall der Fälle sein Haus zu aktuellen Standards wiederaufbauen zu können. Allerdings dürfen Versicherungen auch Anträge ablehnen, wenn ihnen das Risiko zu hoch erscheint – etwa, wenn ein Haus an einem Fluss steht, der regelmäßig über die Ufer tritt. Wichtig zu wissen: Ein Rückstau kann auch ohne Gewässer in der Nähe passieren. Ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen lohnt sich.
5. September 2019, 10.56 Uhr
Sheera Plawner
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31. März 2025
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