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Prozessauftakt gegen islamistischen Attentäter
Flughafenattentäter vor Gericht
In der kommenden Woche beginnt der Prozess gegen den im Kosovo geborenen Frankfurter Arid Uka, der am 2. März am Airport zwei US-Soldaten erschoss und zwei andere lebensgefährlich verletzte.
Die Tat des als Einzeltäter geltenden 21-Jährigen gilt als erster islamisch motivierter Anschlag auf deutschem Boden. Ein halbes Jahr nach den tödlichen Schüssen auf die Angehörigen der US-Streitkräfte, die im Rahmen des ISAF-Mandats auf dem Weg nach Afghanistan waren, beginnt am kommenden Mitwoch, den 31. August der Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Die Bundesanwaltschaft wirft Uka vor, die US-Soldaten nur deshalb getötet zu haben, weil er durch islamistische Propaganda-Videos aus dem Internet angestachelt, einen tödlichen Hass gegen das in Afghanistan stationierte US-Militär entwickelt habe. Nun muss sich Uku, der bereits einige Tage vor der Bluttat laut dem Hessischen Innenministerium im Internet unter dem islamischen Kampfnamen "Abu Reyyan" Kontakt zu dem mutmaßlichen Hassprediger Sheik Abdellatif und zahlreichen anderen Islamisten suchte, wegen zweifachen Mordes sowie dreifachen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.
Am Morgen des 2. März habe sich Uka den Ermittlungen zufolge mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Frankfurter Flughafen aufgemacht, den er durch einen Aushilfsjob bei der Post gut kannte, um dort nach potentiellen Opfern Ausschau zu halten. Im Gepäck hatte er dabei neben einer Pistole auch ein weiteres Magazin mit zwölf Patronen und zwei Messer.
In der Halle D des Terminal 2 entdeckte er gegen 14.45 Uhr zwei Soldaten bei der Gepäckausgabe und folgte ihnen bis zum Ausgang, vor dem ein Bus der US-Luftstreitkräfte wartete. Während die 16 aus London kommenden US-Soldaten ihr Gepäck im Bus verstauten, suchte Uka unter dem Vorwand eine Zigarette zu erbeten das Gespräch mit einem der Männer. Als er erfuhr, dass sich die Gruppe auf dem Weg nach Afghanistan befand, eröffnete er sofort aus nächster Nähe das Feuer. Aus eineinhalb Metern Entfernung schoss der Frankfurter zunächst einem vor dem Bus stehenden 25-Jährigen von hinten in den Kopf. Anschließend stieg er in den Bus und tötete den 21-Jährigen auf dem Fahrersitz. Mit dem Ruf "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") schoss er auch auf zwei andere Soldaten und verletzte sie dabei so schwer, dass sie nur mit Notoperationen gerettet werden konnten. Als der Attentäter auf den Kopf eines weiteren 22-Jährigen zielte und zweimal abdrückte, klemmte seine Pistole. Daraufhin flüchete er aus dem Bus in das Flughafengebäude wo er festgenommen werden konnte.
Dem Angeklagten droht nach dem Prozess, für den zehn Verhandlungstage angesetzt wurden, lebenslange Haft. Mit einem Urteil wird Anfang 2012 gerechnet. Uka wurde auch in den USA angeklagt, was auf dieses Verfahren jedoch keinerlei Auswirkungen hat.
Am Morgen des 2. März habe sich Uka den Ermittlungen zufolge mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Frankfurter Flughafen aufgemacht, den er durch einen Aushilfsjob bei der Post gut kannte, um dort nach potentiellen Opfern Ausschau zu halten. Im Gepäck hatte er dabei neben einer Pistole auch ein weiteres Magazin mit zwölf Patronen und zwei Messer.
In der Halle D des Terminal 2 entdeckte er gegen 14.45 Uhr zwei Soldaten bei der Gepäckausgabe und folgte ihnen bis zum Ausgang, vor dem ein Bus der US-Luftstreitkräfte wartete. Während die 16 aus London kommenden US-Soldaten ihr Gepäck im Bus verstauten, suchte Uka unter dem Vorwand eine Zigarette zu erbeten das Gespräch mit einem der Männer. Als er erfuhr, dass sich die Gruppe auf dem Weg nach Afghanistan befand, eröffnete er sofort aus nächster Nähe das Feuer. Aus eineinhalb Metern Entfernung schoss der Frankfurter zunächst einem vor dem Bus stehenden 25-Jährigen von hinten in den Kopf. Anschließend stieg er in den Bus und tötete den 21-Jährigen auf dem Fahrersitz. Mit dem Ruf "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") schoss er auch auf zwei andere Soldaten und verletzte sie dabei so schwer, dass sie nur mit Notoperationen gerettet werden konnten. Als der Attentäter auf den Kopf eines weiteren 22-Jährigen zielte und zweimal abdrückte, klemmte seine Pistole. Daraufhin flüchete er aus dem Bus in das Flughafengebäude wo er festgenommen werden konnte.
Dem Angeklagten droht nach dem Prozess, für den zehn Verhandlungstage angesetzt wurden, lebenslange Haft. Mit einem Urteil wird Anfang 2012 gerechnet. Uka wurde auch in den USA angeklagt, was auf dieses Verfahren jedoch keinerlei Auswirkungen hat.
25. August 2011, 11.30 Uhr
tig
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