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Deutschlandpremiere Anote’s Ark
Was passiert mit Kiribati?
Im indisch-pazifischen Raum zeigen sich in einigen Ländern bereits sehr deutlich die Folgen des Klimawandels. Bundestagsabgeordneter Matthias Zimmer und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth diskutierten im Rahmen der Filmpremiere von Anote’s Ark über Klimapolitik.
„There are no jobs on a dead planet” – ein utopisch anmutender Satz, den Claudia Roth, Vizepräsidentin des Bundestags, zum Ende des gestrigen Abends ausspricht. Im Anbetracht der Deutschlandpremiere des kanadischen Dokumentarfilms Anote’s Ark gestern im Filmforum Höchst, hat die Realität die Aussage bereits überholt. Rund 80 Interessierte besuchten am vergangenen Montagabend die Aufführung des Films mit anschließender Diskussion über die deutsche und weltweite Klimapolitik mit CDU-Bundestagsabgeordneten Matthias Zimmer, der als Ehrengast die Grünen-Politikerin Claudia Roth eingeladen hatte. Beide besuchten im Februar gemeinsam die indisch-pazifische Region, darunter Bangladesch, die Fidschi-Inseln und den Inselstaat Kiribati.
Von Kiribati handelt die Dokumentation Anote’s Ark, die den ehemaligen Präsidenten des Landes Anote Tong dabei begleitet, wie er weltweit versucht, Aufmerksamkeit für die klimabedingten Probleme in seinem Land zu erregen. Kiribati, dessen höchster Punkt auf drei Meter liegt, wird immer häufiger von Überschwemmungen heimgesucht, die die Bevölkerung bedrohen, und das Land nach und nach im Meer verschwinden lassen. Tong erfährt immer wieder Rückschläge, wird nicht ernst genommen und geht in der internationalen Klimapolitik zwischen den großen Industriestaaten unter. Er kauft Land auf Fidschi und lässt rund 70 seiner Bürger jährlich nach Neuseeland umsiedeln. Die Kiribati Sermary Tiare wird bei ihrer Umsiedlung nach Neuseeland begleitet, und zeigt im Anote's Ark neben dem wortgewandten Präsidenten Tong, der von Kontinent zu Kontinent reist, die Folgen des Klimawandels und den Verlust der Heimat für den Einzelnen.
„Ich glaube, dass die Wucht dieses Films verständlich macht, was Klimawandel bedeutet und auch was es bedeutet seine Heimat zu verlieren. Den Verlust von allem, was dich geprägt hat“, sagt Zimmer im Anschluss. „Kiribati hat den Klimawandel nicht ausgelöst, ist aber eines der Länder, das am meisten darunter zu leiden hat“, macht Roth mehrmals deutlich. Die Gesetzeslage müsste eine Erneuerung erfahren, eine Regelung für diesen Fall gäbe es einfach noch nicht. Die Genfer Flüchtingskonvention lasse sich nicht anwenden. Ein Problem, das wieder die Debatte um einen Klimapass aufflammen lasse.
Innerpolitisch sei es wichtig, dass man parteiübergreifend arbeite, sagt Roth. „Alle demokratischen Parteien müssen untereinander koalitionsfähig sein.“ Die Wahlen in Sachsen und Brandenburg am vergangenen Sonntag zeigten allerdings, dass eine Partei der Klimaleugner großen Raum einnehme. Vielleicht habe man als die Grünen über die Jahre nicht emotional genug argumentiert und nicht deutlich genug gemacht, wie ernst die Lage wirklich sei. Man müsse das Pariser Klimaabkommen zudem ernst nehmen, nur Verträge machen, die dann irgendwo abgeheftet werden, würde niemanden weiterbringen. „Wir haben noch zehn bis fünfzehn Jahre, dann muss aber wirklich was passieren. Wir haben nicht mehr viel Zeit.“, so Roth.
Von Kiribati handelt die Dokumentation Anote’s Ark, die den ehemaligen Präsidenten des Landes Anote Tong dabei begleitet, wie er weltweit versucht, Aufmerksamkeit für die klimabedingten Probleme in seinem Land zu erregen. Kiribati, dessen höchster Punkt auf drei Meter liegt, wird immer häufiger von Überschwemmungen heimgesucht, die die Bevölkerung bedrohen, und das Land nach und nach im Meer verschwinden lassen. Tong erfährt immer wieder Rückschläge, wird nicht ernst genommen und geht in der internationalen Klimapolitik zwischen den großen Industriestaaten unter. Er kauft Land auf Fidschi und lässt rund 70 seiner Bürger jährlich nach Neuseeland umsiedeln. Die Kiribati Sermary Tiare wird bei ihrer Umsiedlung nach Neuseeland begleitet, und zeigt im Anote's Ark neben dem wortgewandten Präsidenten Tong, der von Kontinent zu Kontinent reist, die Folgen des Klimawandels und den Verlust der Heimat für den Einzelnen.
„Ich glaube, dass die Wucht dieses Films verständlich macht, was Klimawandel bedeutet und auch was es bedeutet seine Heimat zu verlieren. Den Verlust von allem, was dich geprägt hat“, sagt Zimmer im Anschluss. „Kiribati hat den Klimawandel nicht ausgelöst, ist aber eines der Länder, das am meisten darunter zu leiden hat“, macht Roth mehrmals deutlich. Die Gesetzeslage müsste eine Erneuerung erfahren, eine Regelung für diesen Fall gäbe es einfach noch nicht. Die Genfer Flüchtingskonvention lasse sich nicht anwenden. Ein Problem, das wieder die Debatte um einen Klimapass aufflammen lasse.
Innerpolitisch sei es wichtig, dass man parteiübergreifend arbeite, sagt Roth. „Alle demokratischen Parteien müssen untereinander koalitionsfähig sein.“ Die Wahlen in Sachsen und Brandenburg am vergangenen Sonntag zeigten allerdings, dass eine Partei der Klimaleugner großen Raum einnehme. Vielleicht habe man als die Grünen über die Jahre nicht emotional genug argumentiert und nicht deutlich genug gemacht, wie ernst die Lage wirklich sei. Man müsse das Pariser Klimaabkommen zudem ernst nehmen, nur Verträge machen, die dann irgendwo abgeheftet werden, würde niemanden weiterbringen. „Wir haben noch zehn bis fünfzehn Jahre, dann muss aber wirklich was passieren. Wir haben nicht mehr viel Zeit.“, so Roth.
3. September 2019, 12.19 Uhr
jwe
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